Die 8 größten Fehler bei einer Präsentation

Die 8 größten Fehler bei einer Präsentation

Um die Idee vorzustellen, zum Start, um über Zwischenergebnisse und den aktuellen Stand zu informieren, als Abschluss:

Im Zusammenhang mit Projekten stehen regelmäßig Präsentationen auf dem Programm. Und viele davon werden mit Powerpoint und ähnlicher Software erstellt.

Nun fühlt sich aber längst nicht jeder, der eine Präsentation halten soll, in der Rolle des Redners wohl. Und auch die Zuhörer sind nicht immer begeistert, wenn sie in dem ohnehin schon vollen Terminkalender auch noch ein Meeting mit einer Präsentation unterbringen müssen.

Präsentation Projekte

Umso wichtiger ist dann, dass der Vortrag überzeugt und nicht in einer todlangweiligen Veranstaltung endet. Dabei ist der Redner schon einmal auf einem guten Weg, wenn er darauf achtet, dass ihm die typischen Missgeschicke nicht unterlaufen. Welche das sind?

Wir haben die acht größten Fehler bei einer Präsentation aufgelistet!:

 

Fehler Nr. 1: Vorher nicht ausprobieren.

Die einzelnen Folien für die Präsentation sind fertig, in der richtigen Reihenfolge angeordnet und auf den Speicherstick übertragen. Die Notizen für den Vortrag liegen ebenfalls bereit. Vor Ort einen kurzen Testdurchlauf zu machen, hält so mancher Redner für überflüssig. Wozu auch? Ist ja schließlich alles vorbereitet.

Doch die Folge ist oft, dass der bereitgestellte Laptop und der Stick keine perfekte Einheit bilden. Das Publikum muss ewig warten, bis der Redner seine Präsentation endlich zum Laufen bringt. Oder die Einstellungen sind wie von Geisterhand verändert und die Folien, die auf dem heimischen Rechner so toll aussahen, haben jetzt plötzlich ein anderes Format, kaum lesbare Schriften oder keine Kontraste mehr.

Klar, dass eine solche Präsentation nur holprig werden kann. Der Redner ist also gut beraten, wenn er sich ein paar Minuten Zeit nimmt und einen kurzen Test durchführt. So kann er dann auch viel entspannter auf die Bühne gehen. Denn er weiß ja, dass ihn die Technik nicht im Stich lassen wird.

 

Fehler Nr. 2: Sich verstecken.

Redner, die unsicher sind, nutzen ihre Präsentation gerne als Versteck. Sie bauen eine große Leinwand auf, auf der die Präsentation zu sehen ist. Gleichzeitig lassen sie den Raum abdunkeln und kommentieren die Präsentation als Stimme aus dem Hintergrund.

Doch das Publikum ist nicht im Kino. Und eine Präsentation zu halten, bedeutet immer auch, dass der Präsentierende präsent sein sollte. Er sollte nicht nur für, sondern auch mit seinem Publikum sprechen. Dazu gehört, dass er sich zeigt und die Präsentation auf den Folien lediglich ein Instrument im Hintergrund ist, das den Vortrag unterstützt.

 

Fehler Nr. 3: Vorlesen.

Natürlich kann der Redner nicht nur sprechen, sondern auch lesen. Doch die Idee von einer Präsentation ist nicht, dass der Redner dem Publikum vorliest, was auf seinen Folien steht. Das Publikum ist durchaus in der Lage, sich die Inhalte auf den Folien selbst durchzulesen. Dafür braucht es den Redner nicht.

Und wenn es nur darum ginge, die wichtigsten Eckdaten zu vermitteln, hätte es auch eine schriftliche Kurzzusammenfassung getan. Das Publikum möchte, dass der Redner seine Ideen und Gedanken vorträgt. Es möchte, dass der Redner die nüchternen Stichworte auf den Folien mit Leben füllt. Das klappt aber nur, wenn der Redner eben tatsächlich spricht und vorträgt.

 

Fehler Nr. 4: Langweilige Überschriften.

Hat eine Folie eine Überschrift wie „Technische Umsetzung Schritt 1“, ist das durchaus zweckmäßig. Immerhin weiß das Publikum dadurch ganz genau, um was es in den nächsten Minuten gehen wird. Doch genau darin liegt auch die große Gefahr. Zuhörer, für die die technische Umsetzung nicht sehr relevant ist, wissen jetzt nämlich auch, dass sie in den nächsten Minuten abschalten können.

Und wenn es einen ersten Schritt gibt, werden höchstwahrscheinlich auch noch zwei, drei weitere Schritte folgen. Also können sich die Zuhörer gedanklich auf eine Pause einstellen. Ob sie dann aber im richtigen Moment wieder aufmerksam sind, ist fraglich.

Zudem kann gut sein, dass sie Inhalte verpassen oder nur am Rand mitbekommen, die für den weiteren Verlauf wichtig sind. Besser ist deshalb, wenn sich der Redner bei seinen Folientiteln an Schlagzeilen in einer Zeitung orientiert: Die Überschriften sollten Aufmerksamkeit wecken und informieren, aber noch nicht zu viel verraten.

 

Fehler Nr. 5: Viele bunte Bilder.

Eine alte Weisheit besagt, dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte. Und in der Tat lassen sich komplexe Inhalte mit einer Grafik mitunter viel anschaulicher darstellen. Genauso kann das eine oder andere Bild ein trockenes Thema angenehm auflockern.

Aber die Zusammenstellung und Anordnung der Bilder sagt eben auch etwas über den Redner aus. Ein chaotisches Sammelsurium mit verschiedensten Bildern lässt vermuten, dass es im Kopf des Redners ähnlich chaotisch zugeht.

Eine wahre Bilderflut kann das Publikum zudem überfordern und so sehr ablenken, dass kaum noch Aufmerksamkeit für den Vortrag übrig bleibt. Der Redner sollte Bilder also eher sparsam einsetzen. Außerdem sollte er Bildern in einem großen, gut erkennbaren Format den Vorzug geben und bei einem Bilderstil bleiben.

 

Fehler Nr. 6:  Hin und her springen.

Natürlich kann es passieren, dass der Redner im Eifer des Gefechts einen Punkt vergessen hat und noch einmal zu einer vorhergehenden Folie zurückblättern muss. Doch wenn der Redner ständig zwischen seinen Folien hin und her springt, kommt das Publikum irgendwann nicht mehr mit.

Außerdem entsteht der Eindruck, dass der Redner offenbar schlecht vorbereitet ist. Oder dass er nicht in der Lage war, eine Präsentation mit einer sinnvollen Struktur zu erstellen. Der Redner sollte sich also vorher überlegen, welche Inhalte er in welcher Reihenfolge vermitteln möchte. Und bei dem Konzept, das er vorbereitet hat, sollte er dann auch bleiben.

 

Fehler Nr. 7: Mit vorgefertigter Dankesformel abschließen.

Bei vielen Präsentationen steht auf der letzten Folie eine Floskel wie „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!“ Doch eine Präsentation so zu beenden, ist keine gute Idee. Denn zum einen sollte ein Dank immer eine persönliche Botschaft sein, die aufrichtig gemeint ist.

Zum anderen vermittelt eine vorgefertigte Standardfloskel, dass dem Redner letztlich egal ist, vor wem er den Vortrag hält und ob ihm das Publikum überhaupt aufmerksam zuhört.

Besser ist deshalb, wenn sich der Redner einen knackigen Slogan oder einen markanten Spruch ausdenkt und als Ende seiner Präsentation stehen lässt. Selbst ein simples „Ende“ geht in Ordnung. Bedanken kann sich der Redner bei seinem Publikum, wenn er seine Ausführungen abgeschlossen hat.

 

Fehler Nr. 8: Flüchten.

So mancher Redner schnappt sich nach der letzten Folie seine Unterlagen, murmelt eine kurze Grußformel ins Mikrofon und verschwindet von der Bühne. Schließlich hat er seinen Job erledigt. Doch ein Vortrag endet nicht mit der letzten Folie.

Die Präsentation ist damit zwar vielleicht abgeschlossen und der Redner hat die Inhalte, die er dem Publikum vermitteln wollte, erklärt. Aber jetzt ist das Publikum an der Reihe. Es hat alles gehört und gesehen und möchte nun vielleicht Rückfragen stellen.

Oder es möchte Anmerkungen loswerden, Vorschläge unterbreiten oder einen Aspekt diskutieren. Es zeugt von Unsicherheit oder mangelndem Interesse, wenn der Redner nur sein vorbereitetes Programm abspult und direkt danach nicht mehr zur Verfügung steht.

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