Projekt Kommunikation und Vortrag: 3 Sprechübungen

Projekt Kommunikation und Vortrag: 3 Sprechübungen 

Ob die Präsentation eines Projekts, ein Vortrag in der Firma, ein Meeting, ein Referat während des Studiums oder eine Rede bei einer Familienfeier: Fast jeder sieht sich irgendwann einmal in der Situation, vor einem größeren Publikum sprechen zu müssen.

Über die Inhalte wird dann oft gründlich nachgedacht und an den Formulierungen lange gefeilt. Doch das Sprechen als solches kommt häufig zu kurz. Nur wenige setzen sich ernsthaft damit auseinander, wie die Stimme klingt und wie der Sprechstil auf das Publikum wirkt.

Dabei sind es gerade die Stimme und der Sprechstil, die großen Einfluss darauf haben, wie interessiert das Publikum dem Vortrag folgt. Selbst die spannendsten Inhalte und die originellsten Formulierungen werden kaum eine Wirkung entfalten, wenn sie der Redner so vorträgt, dass das Publikum die Hälfte nicht versteht oder schon nach wenigen Minuten gelangweilt ist.

Nun ist aber natürlich nicht jeder von Haus aus ein begnadeter Redner. Und nicht jeder verfügt über eine laute, kräftige Stimme und eine gut verständliche, deutliche Aussprache. Hinzu kommt die Nervosität, die sich gerne im Sprechtempo, der Stimmlage und der Lautstärke bemerkbar macht.

Auf der anderen Seite gibt es viele Übungen, die die Stimme effektiv trainieren und so fit für Reden und Vorträge machen.

 

Drei solcher Sprechübungen, die jeder zu Hause durchführen kann, stellt der folgende Beitrag vor:

 

Sprechübung Nr. 1: Wörter zerlegen

Das Zerlegen von Wörtern ist eine Übung, die einerseits eine klare und deutliche Aussprache trainiert und andererseits das Konzentrationsvermögen schult. Hilfsmittel sind nicht notwendig.

Der Übende braucht lediglich ein Wort. Dieses Wort sagt er dann mehrmals hintereinander, möglichst zügig, ohne große Denkpausen dazwischen und so deutlich wie möglich laut auf. Dabei lässt er aber bei jeder Wiederholung den jeweils ersten Buchstaben weg.

Nimmt der Übende beispielsweise das Wort Projekt, würde er das Wort in

  • ·         Projekt
  • ·         Rojekt
  • ·         Ojekt
  • ·         Jekt
  • ·         Ekt
  • ·         Kt
  • ·         T

zerlegen. Am Anfang macht es natürlich Sinn, keine allzu langen und schwierigen Wörter auszusuchen. Besser ist, kürzere und einfache Wörter zu verwenden und diese dafür fehlerfrei, deutlich und schnell auszusprechen. Klappt das gut, kann der Schwierigkeitsgrad allmählich gesteigert werden.

 

Sprechübung Nr. 2: Sprechen mit einem Korken im Mund

Eine einfache, aber sehr effektive Übung, die auch Profis regelmäßig in ihre Sprechtrainings integrieren, ist das Korkensprechen. Als Hilfsmittel kommt ein herkömmlicher Korken, beispielsweise aus einer Weinflasche, zum Einsatz.

Ein Gegenstand in einem ähnlichen Format kann natürlich genauso verwendet werden. Wichtig ist nur, dass der Gegenstand nicht zu groß ist, denn die Lippen müssen sich noch bewegen können.

Für die Übung wird der Korken in den Mund gesteckt und mit den Vorderzähnen festgehalten. Anschließend liest der Übende einen beliebigen Text laut vor oder sagt irgendetwas auf. Vor allem am Anfang sorgt diese Sprechübung regelmäßig für Gelächter, denn eine klare und deutliche Aussprache ist mit einem Korken im Mund kaum möglich.

Allerdings zielt die Übung auch nicht darauf ab, deutlich mit vollem Mund zu sprechen. Es geht vielmehr darum, die Muskulatur und die Koordination zu trainieren.

Durch den Korken im Mund müssen die Muskeln und die Lippen viel intensiver arbeiten, um überhaupt einen verständlichen Ton herauszubringen und den Korken gleichzeitig im Mund zu halten. Im Ergebnis wird die Mundpartie beweglicher und dadurch auch die Aussprache besser. Für ein effektives Training sollte das Korkensprechen jeden Tag fünf Minuten lang praktiziert werden. So stellen sich schon nach kurzer Zeit erste Erfolge ein.

 

Sprechübung Nr. 3: Lautes Vorlesen

Im ersten Moment mag es vielleicht banal klingen. Aber einen Text laut vorzulesen, ist eine sehr hilfreiche Sprechübung. Der Grund hierfür liegt darin, dass viele dazu neigen, bei Nervosität oder vor großem Publikum anders zu sprechen.

So sprechen die einen schnell und hektisch, während die anderen ihr Tempo stark verlangsamen. Die einen neigen dazu, viel zu laut zu sprechen, die anderen nuscheln leise etwas vor sich hin.

Die einen wollen es besonders gut machen und sprechen übernatürlich deutlich, mit teils sehr starken Betonungen. Andere wiederum beten ihren Text fasst monoton herunter. Deshalb erweist es sich als gutes Training, das laute Ablesen zu üben. Wichtig dabei ist, dass der Übende darauf achtet,

  • ·         in dem Tempo zu sprechen, in dem er auch bei einem normalen Gespräch spricht.
  • ·         eine Lautstärke zu wählen, die gut verständlich und angenehm, also weder zu laut noch zu leise ist.
  • ·         deutlich zu sprechen, ohne dabei Wörter übernatürlich stark zu betonen oder ins Monotone abzudriften.

Das Ziel der Übung besteht somit darin, zu lernen, auch beim Vortragen eines Textes natürlich zu sprechen. Dieses Können lässt sich dann natürlich auch auf das freie Sprechen vor Publikum übertragen.

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