Projekt Personalsuche: Was macht eigentlich ein Personalberater?

Projekt Personalsuche: Was macht eigentlich ein Personalberater?

 

Immer mehr Unternehmen übertragen bestimmte Aufgabenbereiche an professionelle Dienstleister. So wird beispielsweise ein Webdesigner eingeschaltet, der den Internetauftritt gestaltet und regelmäßig aktualisiert.

Ein Unternehmensberater, der sich auf Fragen rund um Finanzierungen spezialisiert hat, wird in Anspruch genommen, wenn es um die Beschaffung von finanziellen Mitteln geht.

Ein weiterer Bereich, in dem Unternehmen gerne auf externe Hilfe zurückgreifen, ist die Suche nach Personal. Schließlich können die Suche und die Auswahl von geeigneten Kandidaten schnell sehr zeit-, arbeits- und kostenintensiv werden.

Ein Personalberater leistet somit in zweierlei Hinsicht wertvolle Dienste: Zum einen kümmert er sich professionell um das Projekt Personalsuche und zum anderen hilft er dem Unternehmen, die eigenen Ressourcen zu schonen.

Aber was macht ein Personalberater eigentlich genau? Welche Vorteile ergeben sich konkret, wenn ein Unternehmen einen Personalberater einschaltet? Und gibt es auch Nachteile?:

 

Projekt Personalsuche: Was macht eigentlich ein Personalberater?

Wenn ein Unternehmen neue Mitarbeiter sucht, hat es mehrere Möglichkeiten. So kann es die offenen Positionen an die Arbeitsagentur melden, die anschließend Kandidaten mit mehr oder weniger passendem Profil auswählt und vorbeischickt. Daneben kann das Unternehmen eine Stellenanzeige in der örtlichen Zeitung, einem überregionalen Blatt oder im Internet schalten.

Entscheidet sich das Unternehmen für ein Inserat, muss es allerdings bedenken, dass es mit der Stellenausschreibung letztlich nur solche Personen anspricht, die gerade auf Jobsuche sind oder zumindest über einen Wechsel des Arbeitsplatzes nachdenken. Eine weitere Möglichkeit ist die Stellenausschreibung im eigenen Stellenmarkt auf der Unternehmenshomepage.

Auch hier muss sich das Unternehmen aber darauf verlassen, dass Interessierte die Seite besuchen und das Jobangebot finden. Hat das Unternehmen eine Stellenanzeige veröffentlicht, gehen meist innerhalb kurzer Zeit sehr viele Bewerbungen ein. Mitunter stößt ein Inserat auf so große Resonanz, dass mehrere hundert Bewerbungen zusammenkommen.

Dabei bringen natürlich keineswegs alle Bewerber das notwendige oder gar erhoffte Qualifikationsprofil mit. Trotzdem müssen alle Bewerbungen gesichtet und sortiert werden. Anschließend gilt es, eine Vorauswahl zu treffen, Absagen zu verschicken, Termine für Vorstellungsgespräche zu vereinbaren, Bewerbungsgespräche zu führen und danach wieder Absagen zu verschicken und Einstellungsgespräche zu führen. All dies nimmt viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig ist nicht garantiert, dass am Ende des Bewerbungsmarathons tatsächlich ein neuer Mitarbeiter gefunden ist. An dieser Stelle kommt der Personalberater ins Spiel.

Er nimmt dem Unternehmen nämlich einen Großteil der Aufgaben, die beim Projekt Personalsuche anfallen, ab.

Dabei gliedert sich die Arbeit eines Personalberaters im Wesentlichen
in drei Schritte:

1.      

Zunächst bespricht sich der Personalberater mit dem Unternehmen. Dabei wird festgelegt, welche Stellen konkret zu besetzen sind, welche Qualifikationen Bewerber brauchen und welche betrieblichen Anforderungen erfüllt werden müssen. Der Personalberater und das Unternehmen vereinbaren also gemeinsam das jeweilige Stellen- und das dazu passende Bewerberprofil.

2.      

Wenn der Personalberater weiß, für welche Stellen das Unternehmen Bewerber mit welchem Profil sucht, kann er das Projekt Personalsuche starten. Dazu wird der Personalberater meist eine Stellenanzeige schalten. Als Profi verfügt er dabei über das notwendige Wissen und Können, das Inserat so zu formulieren, dass er den richtigen Personenkreis anspricht. In aller Regel verfügt ein Personalberater zudem über eine eigene Datenbank mit Bewerbern. Diese Datenbank wird er natürlich ebenfalls abfragen und geeignete Kandidaten aus seinem eigenen Bewerberpool herausfiltern.

3.      

Die eingegangenen Bewerbungen schaut sich der Personalberater an. Den Bewerbern, die nicht in die engere Auswahl kommen, schickt er Absagen zu. Bewerber, die zum Anforderungsprofil passen oder sein Interesse geweckt haben, lädt er zu Vorstellungsgesprächen ein.

Nach diesen Gesprächen trifft er erneut eine Vorauswahl. So sagt er einigen Bewerbern ab, andere Bewerber nimmt er in seine Datenbank auf. Die Bewerbungen von den Kandidaten, die zum Anforderungsprofil der Stelle und des Unternehmens passen, übergibt er dem Unternehmen.  

 

Die Bewerber und das Unternehmen kommen also erst dann miteinander in Kontakt, wenn der Personalberater die Vorauswahl getroffen hat. Die endgültige Entscheidung trifft selbstverständlich das Unternehmen. Allerdings ist durch die Vorarbeit des Personalberaters sichergestellt, dass das Unternehmen aus tatsächlich geeigneten Kandidaten auswählen kann.

 

Projekt Personalsuche: Welche Vor- und Nachteile hat ein Personalberater?

Der größte Vorteil bei der Einschaltung eines Personalberaters ist die Zeit- und Arbeitsersparnis. Kümmert sich ein Unternehmen selbst um die Personalsuche, ist mindestens ein Mitarbeiter damit beschäftigt, sich um den Posteingang zu kümmern, Bewerbungen zu sichten, Einladungen und Absagen zu verschicken und die Termine für Vorstellungsgespräche zu koordinieren.

Soll die Stelle möglichst schnell besetzt werden und ist die Resonanz auf die Stellenanzeige groß, wird ein Mitarbeiter die Arbeit kaum alleine bewältigen können. Also muss das Unternehmen zwei oder noch mehr Mitarbeiter abstellen. Übergibt das Unternehmen die Mitarbeitersuche hingegen an einen Personalberater, schont es die eigenen Ressourcen und kann die Mitarbeiter, die sich sonst um die Personalsuche kümmern müssten, mit anderen Aufgaben betrauen.

Eine weitere Zeitersparnis ergibt sich dadurch, dass der Personalberater bereits eine Vorauswahl trifft und dem Unternehmen nur Kandidaten präsentiert, die wirklich in Frage kommen. Die Dienste eines Personalberaters kosten zwar Geld, die Personalsuche in Eigenregie verursacht aber ebenfalls nicht unerhebliche, oft sogar noch höhere Kosten.

Auch für die Bewerber bringt ein Personalberater Pluspunkte mit sich. So können die Bewerber bei Interesse in seine Datenbank aufgenommen und möglicherweise an ein anderes Unternehmen vermittelt werden, wenn es dieses Mal nicht mit dem Job klappt. Zudem wissen die Bewerber, dass der Personalberater kein Mitarbeiter des suchenden Unternehmens ist. Daher trauen sie sich eher, Dinge anzusprechen und zu fragen, die sie im Gespräch mit einem Unternehmensmitarbeiter vielleicht nicht zur Sprache bringen würden.

Allerdings stehen den Vorteilen auch Nachteile gegenüber.

Zu den größten Minuspunkten dürfte gehören, dass es viele Bewerber bevorzugen, sich direkt bei einem Unternehmen zu bewerben, statt den Umweg über einen Personalberater zu nehmen. Geeignete Kandidaten könnten dem Unternehmen so abhanden kommen.

Ein weiterer Minuspunkt ist, dass der Personalberater die Unternehmensstrukturen nicht im Detail kennt. Unter Umständen bleiben deshalb für Bewerber wichtige Fragen offen. Für die Bewerber ergibt sich außerdem der kleine Nachteil, dass sie mindestens zwei Vorstellungsgespräche meistern müssen. Selbst wenn sie den Personalberater überzeugt haben, sind sie damit nämlich letztlich nur eine Runde weiter und haben das eigentliche Vorstellungsgespräch mit dem Unternehmen noch vor sich.

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