Projekt Energiesparen – Tipps rund um die richtige Beleuchtung

Projekt Energiesparen –

Tipps rund um die richtige Beleuchtung

 

Angesichts steigender Kosten ist das Thema Energiesparen in aller Munde. Experten weisen gerne darauf hin, wie viel Einsparpotenzial in Sachen Öl, Gas und Strom möglich ist, wenn entsprechende Fenster und Türen eingebaut, die Fassade gut gedämmt, das Dach in Schuss, die Heizungs- und Warmwassertechnik auf den neusten Stand gebracht und moderne, energiesparende Elektro- und Haushaltsgeräte verwendet werden.

Abgesehen davon, dass nicht immer alle Maßnahmen auch tatsächlich sinnvoll sind, kann und möchte nicht jeder das Projekt Energiesparen gleich zum großen, umfangreichen und kostspieligen Großprojekt erklären. Dies ist aber auch gar nicht unbedingt notwendig, denn das Energiesparen kann schon im Kleinen beginnen. Ein erster Schritt hierfür kann die richtige Beleuchtung sein.  

 

Projekt Energiesparen:

Infos zu den Angaben auf der Verpackung

So einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es mit dem Lampenkauf nicht. So ist zwar die klassische Glühlampe aus den Regalen verschwunden, aber dafür reihen sich nun Energiesparlampen, Halogenleuchten und LEDs aneinander. Die wenigsten Verbraucher können sich jedoch vorstellen, wie das Licht später in ihrer Wohnung aussehen wird.

Auch wenn es um die Frage geht, welches Leuchtmittel am meisten Energie einspart, ist manch einer überfragt. Hinzu kommt, dass viele nicht unbedingt einordnen können, was die vielen Angaben auf den Verpackungen eigentlich bedeuten. Genau dies wäre aber wichtig, um eine Lichtquelle auszuwählen, die für den jeweiligen Zweck geeignet ist.

 

Hier deshalb die Erklärung:

  • ·         Helligkeit.

Wie hell eine Lampe ist, wird in Lumen angegeben. Das Kürzel für Lumen ist lm und eine Lampe ist umso heller, je höher der angegebene Lumenwert ist. So entsprechen beispielsweise 200 Lumen der Lichtleistung von einer 25 Watt-Birne, 1.300 Lumen einer mit 100 Watt.  

 

  • ·         Lichtfarbe.

Die Farbe des Lichts wird mithilfe der Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Leuchtmittel mit 2.500 bis 3.000 °K haben einen recht hohen Rotlichtanteil. Deshalb sorgen sie für ein gemütliches, warmweißes Licht. Bei Lampen zwischen 3.000 und 5.300 °K wird von einer neutralen Lichtfarbe gesprochen. Lampen mit 5.300 °K und mehr sorgen für ein tageslichtweißes, eher kühles Arbeitslicht.

 

  • ·         Farbwiedergabe.

Der Ra-Wert gibt an, wie naturgetreu Farbtöne wiedergegeben werden. Auf einigen Lampen steht auch das Kürzel CRI für Color Rendering Index. Je höher der Wert ist, desto genauer werden Farben wiedergegeben. Generell gilt, dass der Farbwiedergabewert bei mindestens 80 liegen sollte.

 

  • ·         Brenndauer.

Meist wird die Brenndauer einer Lampe in Stunden angegeben. Auf einigen Verpackungen findet sich diese Angabe aber auch als Jahresangabe. In diesem Fall wird ein Betrieb von durchschnittlich drei Stunden pro Tag zugrunde gelegt.

 

  • ·         Schaltfestigkeit.

Die Schaltfestigkeit ist die Angabe dafür, wie viele Schaltungen möglich sind, also wie oft eine Lampe an- und ausgeschaltet werden kann.

 

  • ·         Einschaltgeschwindigkeit.

Die Einschaltgeschwindigkeit gibt Aufschluss darüber, wie lange es dauert, bis die Lampe 60 Prozent ihrer Helligkeit erzielt.

 

  • ·         Quecksilbergehalt.

Energiesparlampen enthalten Quecksilber. Wie hoch der Gehalt in der Lampe ist, steht in Milligramm auf der Verpackung.

 

  • ·         Dimmbarkeit.

Ob eine Lampe dimmbar ist, also ob es möglich ist, die Helligkeit zu regulieren, ist entweder durch einen entsprechenden Hinweis oder ein Piktogramm angegeben.

 

  • ·         Entsorgung.

Während die Entsorgung von Halogenlampen über den Hausmüll möglich ist, müssen Energiesparlampen und LEDs bei Recyclinghöfen oder im Handel angegeben werden. Für ihre Entsorgung gilt nämlich das Elektro-Altgeräte-Gesetz.

 

Projekt Energiesparen:

Tipps rund um die richtige Beleuchtung

Wer vor dem Regal im Baumarkt oder im Fachgeschäft steht, kann aus einer breiten Palette aus verschiedenen Leuchtmitteln auswählen. Aber welches Leuchtmittel eignet sich wofür und wann macht ein Austausch überhaupt Sinn?

Hier dazu ein paar Tipps:

 

Das Leuchtmittel muss zum Zweck passen.

Je nachdem, wo eine Lampe eingesetzt wird, muss sie unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. LEDs bieten sich überall dort an, wo das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird und wo es sofort hell sein muss, also beispielsweise im Treppenhaus, im Eingangsbereich oder in der Abstellkammer.

Außerdem eignen sich LEDs hervorragend für den Einsatz in Bewegungsmeldern. Energiesparlampen sind im Prinzip in allen Räumen einsetzbar. Allerdings sorgen sie oft für ein vergleichsweise kühles Licht und erreichen ihre endgültige Helligkeit erst mit ein wenig Verzögerung.

Halogenlampen bieten sich an, wenn eine genaue Farbwiedergabe wichtig ist. Sie sind also ein gut geeignetes Leuchtmittel in der Küche, über dem Esstisch, am Badezimmerspiegel oder vor dem Kleiderschrank. Allerdings verbrauchen Halogenlampen deutlich mehr Energie als LEDs und Energiesparlampen.

 

Auf die Fassungen achten.

Nicht jede Lampe lässt sich dimmen und selbst wenn das Leuchtmittel dimmbar ist, müssen seine Fassung und der zu Hause eingebaute Dimmer nicht zwangsläufig zusammenpassen.

Außerdem ist nicht jedes Leuchtmittel für jede Lampe geeignet. Ratsam ist deshalb, sich die technischen Angaben, die auf der heimischen Lampe stehen, genau aufzuschreiben. Zudem sollte der Kassenzettel mitgenommen werden, damit die Leuchtmittel umgetauscht werden können, falls sie nicht passen sollten.

 

Die Leuchtmittel erst austauschen, wenn es notwendig ist.

Grundsätzlich ist es natürlich jederzeit möglich, seine Leuchtmittel auszutauschen. Ein Umstieg von Glüh- oder Halogenlampen auf Energiesparlampen oder LEDs ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern macht sich auch im Energieverbrauch positiv bemerkbar. Wer allerdings bereits Energiesparlampen verwendet und nun gerne auf LEDs umsteigen möchte, sollte abwarten, bis die verbauten Lampen kaputt sind.

Andernfalls würde er unnötigerweise Ressourcen verschwenden und zudem letztlich Geld wegschmeißen. Im Prinzip gilt das aber für alle Leuchtmittel. Eine Ausnahme bilden lediglich Energiesparlampen im Kinderzimmer. Hier ist es durchaus sinnvoll, das Leuchtmittel direkt auszutauschen, denn Energiesparlampen enthalten Quecksilber, das bei einem Bruch, teilweise aber sogar beim Betrieb der Lampe austreten kann.

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