5 Fehler bei Reden, die die Aufmerksamkeit der Zuhörer kosten

5 Fehler bei Reden, die die Aufmerksamkeit der Zuhörer kosten

Ob vor der Geschäftsleitung, den Auftraggebern oder dem künftigen Team und ob am Anfang, während des Verlaufs, gegen Ende oder zum Abschluss: Reden gehören bei Projekten regelmäßig dazu. Dabei ist es oft schon für den Redner nicht ganz leicht, vor sein Publikum zu treten. Denn nicht jeder ist ein begnadeter Rhetoriker und im Tagesgeschäft fehlt mitunter einfach die Zeit, um sich umfangreich auf die Präsentation vorzubereiten.

5 Fehler bei Reden, die die Aufmerksamkeit der Zuhörer kosten

Und auch das Publikum ist nicht immer begeistert, wenn schon wieder ein Meeting im Terminkalender untergebracht werden muss.

Umso wichtiger ist deshalb, auf den Punkt zu kommen und die Inhalte vernünftig zu vermitteln. Gleichzeitig sollte das große Ziel des Redners sein, die Aufmerksamkeit seines Publikums zu gewinnen und bis zum letzten Wort zu behalten. Doch genau hier liegt oft der Hund begraben. Dabei sind es immer wieder die gleichen Fehler, die Redner machen.

Welche? Wir haben die fünf größten Fehler bei Reden, die die Aufmerksamkeit der Zuhörer kosten, zusammengetragen:

Fehler Nr. 1: Überflüssiges

Leere Floskeln, Füllwörter und belanglose Aussagen ziehen die Rede nur unnötig in die Länge und kosten wertvolle Zeit. Kaum ein Zuhörer hat Lust, sich irgendein Blabla anzuhören. Stattdessen schaltet er früher oder später ab. Wichtig ist also, dass sich der Redner auf das Wesentliche konzentriert.

Wenn ein Wort oder ein ganzer Satz gestrichen werden kann, ohne dass der Rede dadurch etwas fehlt, sollte der Redner das Wort oder den Satz auch weglassen. Denn je öfter die Zuhörer auf Überflüssiges stoßen, desto größer ist die Gefahr, ihre Aufmerksamkeit zu verlieren.

Fehler Nr. 2: Fachchinesisch

Sofern es sich nicht gerade um eine Rede vor wissenschaftlichem Fachpublikum handelt, sollte der Redner auf eine Aneinanderreihung von Fachbegriffen verzichten. Denn ein Teil des Publikums wird die Bedeutung von hochtrabenden Fremdwörtern erst gar nicht kennen und die restlichen Zuhörer werden spätestens nach dem dritten Fachausdruck nicht mehr verstehen, was ihnen der Redner eigentlich sagen will.

Verwendet ein Redner eine Unmenge an Fremdwörtern und Fachbegriffen, liegt das manchmal daran, dass er die Thematik selbst nicht ganz beherrscht und sein fehlendes Wissen mit dem Fachjargon überdecken möchte. So eine Person wird es aber schwer haben, ernst genommen zu werden.

Ein anderer Grund kann sein, dass sich der Redner deshalb so kompliziert ausdrückt, weil er sein Wissen gar nicht unbedingt mit anderen teilen möchte. Oder weil er als besonders schlau gelten will. Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team sind das aber denkbar schlechte Vorzeichen.

Ein versierter und kompetenter Experte hingegen versteht es, die Inhalte klar und verständlich auf den Punkt zu bringen. Als Führungskraft ist es ihm außerdem ein Anliegen, anderen mit seinem Fachwissen weiterzuhelfen. Der Redner sollte sich also darum bemühen, in einer Sprache zu sprechen, die sein Publikum versteht. Nur dann wird es ihm nämlich auch zuhören.

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Fehler Nr. 3: Schauspiel

Schauspielerische Meisterleistungen gehören auf die Theaterbühne. Doch bei einer Projektrede geht es um den Beruf. Und zu einem professionellen Auftritt gehört, die wesentlichen Inhalte sachlich und fokussiert zu vermitteln. Außerdem sollte der Redner authentisch bleiben, wenn er möchte, dass ihm seine Zuhörer Aufmerksamkeit schenken, ihm Vertrauen entgegenbringen und ihn als Experten wahrnehmen.

Natürlich spricht nichts dagegen, ab und zu eine kleine Anekdote einfließen zu lassen oder einen Witz zu erzählen. Ganz im Gegenteil werden so auch die Zuhörer aufmerksam, die zwischendurch abgeschaltet haben. Schließlich macht es neugierig, wenn plötzlich der ganze Saal lacht. Trotzdem ist bei einer Rede im Job eben nicht der Schauspieler, sondern der gestandene Profi gefragt.

Dieser muss zwar keine unnahbare Autorität sein. Sympathie hat noch nie geschadet. Doch das Ziel der Rede ist nicht, das Publikum nett zu unterhalten. Stattdessen geht es darum, relevantes Fachwissen zu vermitteln.

Fehler Nr. 4: Eigenlob

Der Redner ist ein echter Experte auf seinem Gebiet. Er hat Herausragendes geleistet und große Erfolge erzielt. Er kennt die Thematik in- und auswendig, in seinem Bereich macht ihm so schnell keiner was vor. Doch für eine Rede sind Eigenlob, Abgehobenheit und Arroganz tödlich.

Kein Zuhörer wird es aufmerksam verfolgen, wie sich der Redner selbst beweihräuchert. Dass dort vorne jemand steht, der weiß, worum es geht, ist allen klar. Und das Publikum möchte nun am Expertenwissen teilhaben.

Fehler Nr. 5: Verwechslungsgefahr

Bundeskanzlerin Merkel ohne ihre berühmte Raute, Niki Lauda ohne rote Baseballkappe und Herbert Grönemeyer ohne seinen nuschelnden Gesang – ziemlich undenkbar. Natürlich hat nicht jeder Mensch ein ganz spezifisches Markenzeichen, das ihn sofort unverkennbar macht. Aber der Redner braucht ein Merkmal, das ihn auszeichnet. Auf der Bühne muss er als die Person rüberkommen, die er ist.

Wenn er sein Publikum nämlich an eine andere Person erinnert, werden die Zuhörer damit beschäftigt sein, zu überlegen, an wen sie der Redner erinnert. Und sie werden den Redner in Gedanken ständig mit dieser Person vergleichen. Für die Inhalte der Rede bleibt so aber nicht mehr viel Aufmerksamkeit übrig.

Wichtig ist also, dass der Redner die Verwechslungsgefahr möglichst gering hält, indem er sich ein Alleinstellungsmerkmal zulegt. Das schließt selbstverständlich mit ein, dass der Redner keine anderen Personen kopiert.

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