8 Führungstipps für gute Stimmung im Team, 2. Teil

8 Führungstipps für gute Stimmung im Team, 2. Teil

Zufriedene Mitarbeiter, die sich motiviert und engagiert an die Arbeit machen, ein gutes Betriebsklima, eine hohe Produktivität, eine erfolgreiche Projektarbeit: Die Ziele, die sich das sogenannte Positive Leadership auf die Fahne schreibt, klingen natürlich toll. Von einer heilen Welt voller Harmonie ist der Arbeitsalltag nur leider oft ziemlich weit entfernt.

8 Führungstipps für gute Stimmung im Team, 2. Teil

Und ein Projektleiter hat mit dem Projektmanagement und den Führungsaufgaben schon alle Hände voll zu tun. Für die Auseinandersetzung mit irgendwelchen neuartigen Führungskonzepten fehlt dann häufig einfach die Luft.

In Wahrheit ist es aber gar nicht notwendig, den bisherigen Führungsstil großartig zu verändern. Die Idee ist vielmehr, von einer tendenziell eher negativen Grundeinstellung in eine positive Haltung zu wechseln. Es geht darum, den Optimismus zu teilen, die guten Dinge zu sehen und zu erkennen, was das Team stark und leistungsfähig macht. Und das ist gar nicht so schwer.

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir acht einfache und direkt umsetzbare Führungstipps zusammengestellt, die für eine gute Stimmung im Team sorgen. Dabei haben wir im 1. Teil mit grundlegenden Infos und den ersten beiden Tipps begonnen.

Hier ist der 2. Teil!:

  1. Gesunde Beziehungen aufbauen

Angenehme und gesunde Beziehungen zu anderen Menschen sorgen dafür, dass der Stresspegel sinkt und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Und eigentlich scheint es auch ganz logisch, dass ein Mitarbeiter, der sich im Team wohlfühlt und Vertrauen zu seinen Kollegen hat, entspannter ist und sich besser auf seine Arbeit fokussieren kann.

Natürlich bedeutet das nicht, dass alle Mitglieder des Projektteams beste Freunde werden müssen. Eine professionelle Distanz untereinander und zum Projektleiter ist absolut in Ordnung. Aber unterm Strich sollte sich der Projektleiter um eine ehrliche und vertrauensvolle Basis bemühen.

Das gelingt, indem er Interesse an seinen Mitarbeitern zeigt, freundlich auftritt und seine Wertschätzung kommuniziert. Auch eine offene Körperhaltung und Blickkontakt im Gespräch fördern gesunde Beziehungen.

  1. Den Sinn der Arbeit aufzeigen

Ein gutes Gehalt, ein sicherer Arbeitsplatz, vernünftige Arbeitszeiten oder attraktive Karrierechancen sind zweifelsohne Punkte, die für einen Job sprechen. Doch eine Untersuchung aus den USA hat gezeigt, dass der wichtigste Faktor ist, dass Mitarbeiter einen Sinn in ihrer Arbeit sehen.

Natürlich ist es einfach, einem jungen Mitarbeiter, der frisch in einen neuen Job startet, zu vermitteln, dass er mit seiner Arbeit viel bewegen kann.

Im Unterschied dazu kann es kniffelig werden, einem Mitarbeiter, der seit vielen Jahren als Sachbearbeiter Aktenberge wälzt, die Bedeutung und Tragweite seiner Leistungen aufzuzeigen. Doch es gehört eben auch zu den Aufgaben des Projektleiters, dem Team klarzumachen, wie wichtig und sinnvoll die Projektarbeit ist.

Dazu kann der Projektleiter aufzeigen,

  • wer von der Projektarbeit profitiert.

  • was durch das Projekt einfacher wird.

  • wie die Projektarbeit dazu beiträgt, ein übergeordnetes Ziel zu erreichen.

  • wen das Projekt unterstützt.

    Anzeige

Wichtig ist aber, dass der Projektleiter nicht zu dick aufträgt. Erklärungen und Zusammenhänge, die sehr weit hergeholt sind, lassen ihn schnell unglaubwürdig werden.

  1. Lösungen suchen

Ein Chef, der ständig jammert, sich dauernd beschwert und grundsätzlich anderen die Schuld für alles gibt, erntet wenig Respekt. Eine echte Führungspersönlichkeit hingegen hält sich nicht mit Schuldzuweisungen auf. Sie greift keine Personen an, sondern nimmt Probleme in Angriff.

Für eine gute Stimmung im Team und produktive Leistungen sollte der Projektleiter also die Ärmel hochkrempeln. Es gilt, Probleme und Schwachstellen zu erkennen und zusammen mit dem Team nach Lösungen dafür zu suchen.

Die Devise ist nicht, aufzuspüren, was andere falsch machen. Stattdessen ist das Ziel, klarzumachen, was der Projektleiter mit seinem Team richtig und besser machen kann.

  1. Den Blick auf die Zukunft richten

Der Fokus sollte nicht darauf liegen, was war oder wo das Team gerade steht, sondern darauf, wo der Projektleiter mit seinem Team hin will. Natürlich ist richtig und wichtig, aus Fehlern zu lernen und den Status Quo im Blick zu haben, um auf dieser Basis die nächsten Schritte festzulegen.

Doch im Sinne des Positive Leadership geht der Projektleiter einen Schritt weiter: Er bündelt das vorhandene Wissen und Können, um es auf eine optimistische Vision für die Zukunft zu übertragen.

Der Auftraggeber hat den Projektentwurf abgelehnt? Veränderte Rahmenbedingungen machen es unumgänglich, die Pläne über den Haufen zu werfen und einen neuen Ansatz zu verfolgen? Das Projekt steht kurz vor dem Aus?

Solche Dinge können passieren. Doch dann ist es die Aufgabe des Projektleiters, nach vorne zu schauen, neue Möglichkeiten zu suchen und Chancen zu erkennen.

  1. Das Beste herausholen

Positive Leadership heißt nicht, dass der Projektleiter mit einem Dauerlächeln durch die Gegend läuft, gute Laune verströmt und eine freundschaftliche Wohlatmosphäre pflegt, ohne die Ergebnisse im Blick zu haben.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Der Projektleiter nutzt gerade die gute Stimmung und vertrauensvolle Basis, um zusammen mit seinem Team die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Dazu gehört, dass der Projektleiter klare Ziele definiert, seine Erwartungen kommuniziert und Leistung von seinem Team einfordert. Dabei stehen aber nicht die Schwachstellen im Mittelpunkt. Stattdessen konzentriert sich der Projektleiter auf die vorhandenen Kompetenzen, um so die Stärken auszuschöpfen und das Optimum herauszukitzeln.

  1. Mut machen

Eine wesentliche Grundlage vom Positive Leadership ist eine positive Kommunikation. Dazu gehört, dass der Projektleiter zuhört, offen für neue Ideen und Lösungsansätze ist und auch mal ein nettes Wort für sein Team hat.

Die positive und optimistische Grundhaltung überträgt sich auf das Team und ermutigt, an einem Strang zu ziehen. Am Ende geht es darum, als Leitgedanken vorzuleben, dass gemeinsam alles möglich und zu schaffen ist.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: 8 Führungstipps für gute Stimmung im Team, 2. Teil

Redaktion
Twitter

Veröffentlicht von

Redaktion

Karsten Peters, 49 Jahre, Inhaber einer Medienagentur, Andrea Kumpak, 36 Jahre Projektmanagerin, David Tarmstedt, 42 Jahre Projektleiter und Tarek Mokcic, 38 Jahre, Consultant Projektmanagement, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Ratgeber zu Projektarbeiten, Berufen, Planungen, Weiterbildung und Entwicklung.

Kommentar verfassen