Tipps für eine gelungene Präsentation

Tipps für eine gelungene Präsentation

 

In der Schule, während der Ausbildung und im Berufsleben stellt sich immer wieder die Aufgabe, eine Präsentation zu halten. Mal handelt es sich dabei um ein Referat. Mal gilt es, Kunden zu gewinnen oder Investoren zu überzeugen. Mal geht es darum, ein Projekt vorzustellen.

Doch längst nicht jeder versteht eine Präsentation als Chance. Stattdessen macht sich oft eine gewisse Aufregung breit. Der Gedanke, vor Publikum zu sprechen, löst bei vielen Unbehagen aus. Hinzu kommt die Unsicherheit, wie ein vielleicht nicht allzu spannendes Thema so interessant verpackt werden kann, dass das Publikum gerne zuhört und am Ende überzeugt ist.

Doch so schwierig ist es gar nicht, eine knackige Präsentation zu halten. Jedenfalls dann nicht, wenn ein paar grundlegende Punkte beachtet werden.

 

Die folgende Übersicht verrät 7 Tipps für eine gelungene Präsentation:

 

Tipp 1: Das Publikum berücksichtigen.

Die erste Überlegung sollte zur Frage führen, wer im Publikum sitzen wird. Investoren interessieren sich für andere Inhalte als Kunden, potenzielle Mitglieder des Projektteams haben einen anderen Informationsbedarf als die Geschäftsleitung. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Zielgruppen jeweils ihr eigenes Vokabular verwenden.

Außerdem sind sie in unterschiedlichem Umfang mit der Thematik vertraut. Dadurch können Vorwissen und Fachkenntnisse ausgeprägt, aber genauso auch so gut wie gar nicht vorhanden sein.

Der Redner sollte sich also klarmachen, vor wem er spricht und wen er mit seiner Präsentation erreichen und überzeugen möchte. Dementsprechend sollte er seine Inhalte aufbereiten. 

 

Tipp 2: Die Präsentation gekonnt aufbauen.

Dale Carnegie, ein US-amerikanischer Kommunikations- und Motivationstrainer, Autor und begnadeter Redner, hat einmal gesagt: „Tell‘em what you are going to say, say it, and then tell‘em what you have said!“ (Teile ihnen – dem Publikum – mit, was du sagen wirst, sage es, und dann teile ihnen mit, was du gesagt hast.)

Dieser Satz bringt auf den Punkt, was eine gelungene Präsentation ausmacht. So sollte der Redner seine Präsentation damit beginnen, dass der das Publikum auf das Thema einstimmt und kurz erklärt, um was es geht. Im Hauptteil kann er dann näher auf die Inhalte eingehen und seine Kernbotschaften vermitteln.

Zum Schluss sollte er die wichtigsten Punkte noch einmal kurz und knackig wiederholen. Dadurch ist sichergestellt, dass die Kernaussagen in Erinnerung bleiben.  

 

Tipp 3: Den Nutzen oder Mehrwert aufzeigen.

Der Redner ist in aller Regel gut mit der Thematik vertraut und verfügt folglich über entsprechend viel Wissen dazu. Dies führt aber zu zwei Stolperfallen. Zum einen besteht die Gefahr, dass der Redner zu viele Informationen unterbringen will.

Das Ergebnis davon ist oft eine langweilige Auflistung von Daten und Fakten, die sich im Publikum ohnehin niemand merken kann. Ein Großteil der Zuhörer schaltet deshalb früher oder später ab. Zum anderen neigt so mancher Redner dazu, den Fokus seiner Ausführungen auf das Was und das Wie zu legen.

Er beschreibt also das Projekt oder das Angebot und berichtet über die Abläufe, die Ziele oder die Eigenschaften. Mit der Frage nach dem Warum lässt der Redner das Publikum im Eifer des Gefechts aber oft allein.

Er erklärt nicht, warum das Projekt wichtig und sinnvoll ist oder welchen Nutzen und Mehrwert das Angebot bietet. Gerade das ist aber oft der Knackpunkt. Erst wenn das Publikum weiß, was es überhaupt von dem Projekt oder Angebot hat, wird es bereit sein, sich näher mit dem Was und dem Wie zu beschäftigen.  

 

Tipp 4: Die Inhalte greifbar machen.

Auch wenn eine Präsentation noch so spannend und mitreißend ist: Niemand kann sich unendliche viele Informationen merken. Der Redner sollte sich deshalb auf die drei wichtigsten Argumente beschränken.

Dazu sollte er sich überlegen, welche drei Punkte ihn überzeugen würden, das Projekt abzusegnen oder das Angebot anzunehmen, wenn er ihm Publikum sitzen würde. Diese drei Punkte sollte er in seiner Präsentation ausführen, am besten mit konkreten Beispielen. Abstrakte Inhalte sind nur schwer nachzuvollziehen.

Wenn der Redner aber eine Geschichte erzählt, Bilder zeichnet, Namen nennt oder Zahlen angibt, macht er die Inhalte greifbar und damit auch verständlicher und einprägsamer.

 

Tipp 5: Auf unnötige Spielereien verzichten.

Vor allem bei komplexen Themen können Schaubilder, Tabellen, Grafiken oder Videos hilfreich sein, um die Inhalte zu veranschaulichen. Außerdem können nette kleine Bilder und Animationen die Situation etwas auflockern. Auf zuviel Schnickschnack sollte der Redner aber verzichten.

Zum einen können die Spielereien zu sehr vom eigentlichen Thema ablenken. Zum anderen besteht die Gefahr, dass sich das Publikum am Ende zwar noch an das aufwändige und interessante Video erinnert, die Kernaussagen aber vergessen hat. Generell gilt deshalb, dass Hilfsmittel die Präsentation unterstützen, aber nicht mit den eigentlichen Inhalten konkurrieren oder sie gar überlagern sollten.   

 

Tipp 6: Präsentieren, nicht vorlesen!

Selbstverständlich ist ein Spickzettel erlaubt und natürlich kann der Redner Aussagen oder Zahlen, bei denen es auf Genauigkeit ankommt, ablesen. Ansonsten gilt aber, dass der Redner vor und für sein Publikum spricht.

Er muss dem Publikum nicht vorlesen, was auf den Folien steht, denn lesen können die Zuhörer selbst. Wenn der Redner das Publikum von seinem Projekt oder Angebot überzeugen und für seine Ideen begeistern will, muss er seine Inhalte präsentieren. Präsentieren bedeutet, mit dem Publikum zu kommunizieren, und nicht immer nur auf das Manuskript zu starren.

 

Tipp 7: Kurz fassen.

Eine gelungene Präsentation kommt auf den Punkt. Es wird nicht langatmig geschwafelt und jedes kleine Detail ausgeführt. Stattdessen wird knackig erklärt, was zu sagen ist. Niemand möchte sich stundenlange Ausführungen anhören, wenn die Botschaft genauso gut in drei Sätzen zusammengefasst werden könnte. Als Faustregel gilt deshalb, dass eine gelungene Präsentation nicht viel länger dauert als zehn Minuten.

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