Tipps zur Mitarbeiterführung als Projektleiter

Die wichtigsten Tipps

zur Mitarbeiterführung

als Projektleiter 

Es ist durchaus üblich, dass jemand, der sich immer fleißig beteiligt und viel Engagement gezeigt hat, irgendwann zum Projektleiter eines neues Projekts bestimmt wird.

Gleiches gilt für die motivierte Fachkraft, die über all die Jahre gute Arbeit geleistet hat und jetzt zur Führungskraft befördert wird. Für die neue Führungskraft ist dies natürlich zunächst ein Grund zur Freude.  

Recht schnell stellen die meisten dann aber fest, dass es gar nicht so einfach ist, plötzlich Mitarbeiter zu führen. Während es für nahezu alles Kurse und Ausbildungen gibt, etwa wenn es um den Beruf, den Umgang mit Geräten und Maschinen oder auch um so banale Dinge wie den Führerschein geht, gibt es bislang keine geregelte Ausbildung zur Mitarbeiterführung. 

Dabei ist das Führen von Mitarbeitern nichts anderes als ein Handwerk, das jeder lernen kann. Zudem ist das Führen von Mitarbeitern gar nicht so schwer, wenn sich die Führungskraft die Mühe macht, sich in die Lage der Mitarbeiter zu versetzen und dabei den logischen Menschenverstand einzuschalten.  

Damit der frischgebackene Projektleiter oder die neue Führungskraft es etwas leichter haben, hier die wichtigsten Tipps zur Mitarbeiterführung auf einen Blick:

 

Vertrauen als Basis 

Vertrauen und der Glaube an seine Mitarbeiter gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tätigkeit als Projektleiter oder als Führungskraft. Wer seinen Mitarbeitern vertraut, an sie glaubt und ihnen das auch zeigt, bringt seine Mitarbeiter dazu, dieses Vertrauen durch gute Leistungen zu rechtfertigen und zu bestätigen. 

In der Psychologie wird in diesem Zusammenhang von reziprokem Handeln gesprochen. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass ständige Kontrollen, Misstrauen und ein Vorgesetzter, der sowieso alles besser kann und weiß, das Klima vergiften.  

Haben die Mitarbeiter das Gefühl, dass ihr Vorgesetzter ihnen kaum etwas zutraut, werden sie wenig Veranlassung sehen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter dann dazu neigen, sehr viel Energie dafür aufzuwenden, die Kontrollen zu umgehen. Diese Energie wäre an anderer Stelle aber besser aufgehoben.  

 

Vorbild sein 

Ein Projektleiter oder eine Führungskraft haben immer auch Vorbildfunktion und ihre Stimmung überträgt sich auf die Mitarbeiter. Geht es beispielsweise um ein Projekt, dessen Sinn der Projektleiter nicht sieht und dem er nur widerwillig zustimmt, spüren auch die Mitarbeiter diese Haltung.  

Fraglich ist, ob der Projektleiter dann in der Lage sein wird, seine Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass sie volles Engagement bringen sollen, um die Zielvorgaben zu erreichen, wenn er selbst dazu nicht bereit ist. 

Untersuchungen haben bewiesen, dass die Stimmung im Team umso besser ist und die Arbeit umso schneller und effektiver erledigt wird, je positiver die Einstellung des Chefs zu Team und Arbeit ist. 

 

Vereinbarungen anstelle

von Vorgaben 

Führungskräfte neigen dazu, Ziele vorzugeben. Den Mitarbeitern werden diese Ziele präsentiert und ihre Aufgabe ist es dann, die Vorgaben zu erreichen. Dies wird zwar meist auch gelingen, allerdings wird nicht mehr dabei herauskommen, als eben das Erreichen der Ziele. Übertragen auf ein Beispiel ist dies mit einem Wettlauf vergleichbar.  

Sobald die Läufer die Ziellinie erreicht haben, bleiben sie stehen, auch wenn sie vielleicht noch viel weiter hätten laufen können. Für die Führungskraft bedeutet das, dass es besser ist, nicht nur Ziele vorzugeben, sondern sie zusammen mit den Mitarbeitern zu vereinbaren.  

Eine gute Führungskraft erkennt, welcher Mitarbeiter was am besten kann und kann ihn nicht nur gezielt einsetzen, sondern auch entsprechend fördern. Auf diese Weise bleibt die Motivation im Team erhalten, unabhängig von Ziellinien.  

 

Trennen zwischen Was und Wie 

Jeder Mensch arbeitet anders und jeder geht anders an ein Problem heran. Genau dies ist aber gut und richtig. Es bringt nichts, seine eigene Arbeitsweise durchsetzen und allen Teammitgliedern aufdrängen zu wollen.  

Die Aufgabe des Projektleiters besteht darin, das Was auszuarbeiten und zu überprüfen, über das Wie entscheiden jedoch in erster Linie die Mitarbeiter. 

 

Schwächen dulden,

Stärken fördern 

Viele beschäftigen sich ständig mit Negativem wie Problemen oder Schwächen, unabhängig davon, ob es sich um den privaten oder den beruflichen Bereich handelt. Scheinbar wird mehr Zeit investiert, um über negative Erlebnisse zu jammern und Traurigem hinterher zu weinen, als sich über positive Ereignisse zu freuen.  

Führungskräften geht es da nicht viel anders und viele neigen dazu, vor allem die Schwächen ihrer Mitarbeiter zu sehen. Aus psychologischer Sicht ist dies unklug, weil Schwächen und Probleme umso mehr Bedeutung bekommen, je mehr über sie gesprochen wird.  

Lösungen oder Änderungen werden dadurch aber nicht erreicht. Eine gute Führungskraft zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich auf die Stärken ihrer Mitarbeiter konzentriert und versucht, diese Stärken noch weiter auszubauen. Über Schwächen hingegen, die ohnehin jeder hat, kann die Führungskraft in diesem Moment gelassen hinweggesehen.

 

Offen und ehrlich 

Einige Führungskräfte sehen sich auf der einen Seite als eine Art Übermensch, der Geheimnisse und Wissen wie einen Schatz hütet, alles Wichtige zur Chefsache erklärt und in seinem Chefsessel tatsächlich eine Art Thron sieht, durch den er sich klar von seinen Mitarbeitern als Untergebende begrenzt. 

Auf der anderen Seite möchte der Chef doch auch nur ein Mensch sein, vor allem dann, wenn er einen Fehler gemacht hat, der ja bekanntlich menschlich ist. 

Richtig ist aber ein Mittelweg. Natürlich steht der Chef über seinen Mitarbeitern und trägt auch mehr Verantwortung. Aber er ist deshalb nichts Besseres. Daher sollte der Chef offen und ehrlich mit seinen Mitarbeitern umgehen. Auch die Mitarbeiter sollten über Geschäftszahlen informiert werden, denn nur so kann jeder einen effektiven Beitrag leisten und fühlt sich respektiert.  

 

Fazit 

Als Fazit lässt sich die wichtigste Grundregel im Zusammenhang mit Mitarbeiterführung somit ganz einfach und simpel zusammenfassen: die Führungskraft sollte ihre Mitarbeiter so führen, wie sie als Mitarbeiter selbst gerne geführt werden möchte. 

Weiterführende Projektarbeiten, Anleitungen und Vorlagen: 

Thema: Die wichtigsten Tipps zur Mitarbeiterführung als Projektleiter 

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