Tipps gegen Lampenfieber und Nervosität bei Projekten

Die besten Tipps

gegen Lampenfieber/ Nervosität

(bei Projekten, Präsentationen, Vorträgen usw.) 

Es ist völlig normal, dass das Herz schneller schlägt, die Hände anfangen zu zittern oder feucht werden, der Gang holpriger wird, kleinere Schweißtropfen auf der Stirn sichtbar werden, das Gesicht eine rötliche Farbe annimmt, die Atmung an Tempo zulegt und die Stimme scheinbar leiser und piepsiger wird, wenn jemand eine Bühne betritt, um ein Projekt vorzustellen, ein Stück aufzuführen oder einen Vortrag zu halten.  

Alle diese Symptome sind ein Zeichen von Nervosität und Lampenfieber und treten sowohl bei Profis wie auch bei Laien auf, wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung.

Das bedeutet, ein erfahrener Redner, ein Künstler mit viel Bühnenerfahrung oder ein Top-Manager, der ständig Projekte präsentiert und auf Meetings spricht, wird sicherlich weniger mit den eher unangenehmen Folgen von Lampenfieber und Nervosität zu kämpfen haben als jemand, der zum ersten Mal eine große Bühne betritt und alle Blicke auf sich gerichtet weiß.  

Dennoch gehören Nervosität und Anspannung schlichtweg dazu und haben durchaus auch ihren sinnvollen Nutzen. Schließlich macht Lampenfieber dem Akteur bewusst, dass es sich um einen wichtigen Anlass handelt. Dadurch steigt zwar die Nervosität, gleichzeitig aber auch die Konzentration. Problematisch wird es nur dann, wenn die Nervosität so groß wird, dass sie den Akteur regelrecht lähmt. 

Damit dies nicht passiert, gibt es einige Tipps und Tricks, die dabei helfen, das Lampenfieber in den Griff zu bekommen:

 

Eine solide Vorbereitung 

Das beste und sicherste Mittel gegen Lampenfieber ist eine solide Vorbereitung. Ähnlich wie schon in der Schulzeit die Gewissheit, sich gut vorbereitet zu haben, dabei half, ruhiger und entspannter in eine Prüfung zu gehen, hilft diese Gewissheit genauso auch bei einem Auftritt, der Vorstellung eines Projekts, einer Präsentation oder Rede oder auch bei einem Vorstellungsgespräch.  

Wenn der Akteur weiß, dass er sich soviel Wissen angeeignet hat und sein Thema so gut beherrscht, dass ihn eigentlich keine Zwischenfrage aus dem Konzept bringen oder überraschen kann, besteht kein Grund mehr, ängstlich auf die Bühne zu gehen.  

Zu einer guten Vorbereitung gehört jedoch nicht nur die Theorie, sondern auch, den Auftritt mehrere Male durchzuspielen und vor dem Spiegel oder im Freundeskreis zu üben. Auch Probeläufe steigern die Sicherheit und nehmen die Angst vor unerwarteten Zwischenfällen und bösen Überraschungen.  

 

An Erfolge denken 

Anstatt immer nur zu analysieren, wo noch mögliche Schwachstellen liegen, sollte der Akteur positiv denken. Das bedeutet, er sollte sich selbst auf die Schulter klopfen und sich gedanklich für die Passagen loben, die er bereits besonders gut beherrscht.  

Zudem sollte er sich vor Augen führen, wo und wann er bereits erfolgreich aufgetreten ist. Selbst wer noch nie auf einer Bühne gestanden hat, findet im Alltag Beispiele für einen überzeugenden Auftritt.

Dies kann beispielsweise ein Geschäft sein, bei dem er Verhandlungen geführt und den ursprünglichen Preis herunterhandeln konnte, ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch, eine Debatte mit dem Partner, dem Nachbarn oder dem Vermieter oder die vielen anderen alltäglichen Beispiele, bei denen der Akteur schon bewiesen hat, dass er überzeugend auftreten und sich durchsetzen kann. 

Je mehr jemand an sich selbst glaubt, desto positiver ist seine Ausstrahlung und desto weniger Chancen hat das Lampenfieber. 

 

Lampenfieber zulassen 

Es ist normal, vor einem Auftritt nervös zu sein. Insofern macht es wenig Sinn, zu versuchen, das Lampenfieber zu unterdrücken, denn dadurch erhält das Lampenfieber soviel Aufmerksamkeit, dass es zum dominierenden Thema wird.  

Besser ist daher, Lampenfieber und Nervosität als etwas völlig Natürliches anzusehen, das die Konzentration steigert und damit letztlich die Produktivität erhöht. Dadurch verliert das Lampenfieber automatisch seinen Schrecken und hat keine Chance mehr, sich negativ auszuwirken und den Akteur zu behindern.  

 

Richtige Prioritäten setzen 

Viele machen den Fehler, völlig falsche Prioritäten zu setzen, indem sie sich selbst in den Vordergrund stellen. Dabei geht es bei einer Rede beispielsweise nicht primär um den Redner, sondern um das, was er seinem Publikum vermittelt. Bei der Präsentation eines Projekts steht dieses Projekt im Vordergrund und nicht derjenige, der es präsentiert.  

Bei einer Verhandlung liegt der Fokus auf dem Ziel, das durch die Verhandlungen erreicht werden soll, und nicht auf denjenigen, die die Debatte führen. 

Wer im Hinterkopf behält, dass es nicht um ihn persönlich, sondern um die Sache oder das Ergebnis geht, reduziert den Druck auf seinen Schultern erheblich. Zudem sollte der Akteur immer auch bedenken, dass ihn vermutlich niemand damit beauftragt hätte, ein wichtiges Projekt zu präsentieren oder einen Vortrag zu halten, wenn ihm die notwendigen Kompetenzen hierzu nicht zugetraut werden würden.  

 

Richtig atmen 

Innere Ruhe und das Volumen der Stimme können durch die Atmung reguliert werden. Daher sollte der Akteur lernen, richtig zu atmen. Eine richtige Atmung ist dabei im Grunde genommen sehr einfach, denn es kommt einfach nur darauf an, tief, ruhig und bewusst zu atmen.  

Konzentriert sich der Akteur auf seine Atmung und spürt er bewusst, wie sich ein Bauch durch das Ein- und Ausatmen hebt und senkt, wird er automatisch ruhiger und entspannter.  

Je häufiger der Akteur dies übt, desto einfacher wird es ihm fallen, auch auf der Bühne ruhig weiterzuatmen und so zu verhindern, dass seine Stimme leise und piepsig wird und er selbst völlig nervös und unruhig wirkt. 

Weiterführende Projektanleitungen, Vorlagen und Tipps: 

Thema: Tipps gegen Lampenfieber und Nervositaet bei Projekten 

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