Kennzahlen bei Projekten

Kennzahlen als Hilfsmittel

bei Projekten 

Prinzipiell werden Kennzahlen immer notwendig, wenn ein Ziel nicht direkt gemessen werden kann. 

Über konkrete Zahlen wie beispielsweise Unternehmensgewinne kann die Buchhaltung Auskunft geben, geht es aber um eher abstrakte Größen, wie beispielsweise die Verbesserung des Imagewertes oder gesteigerte Verkaufzahlen als Ergebnis einer Werbekampagne, ist es sinnvoll, Kennzahlen als Hilfsmittel einzusetzen, um das Projekt und die daran beteiligten Mitarbeiter ergebnisorientiert leiten zu können.

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In aller Regel sind die Ziele eines Unternehmens, eines Bereiches oder einer Abteilung genau definiert, allerdings häufig nur mittelbar messbar. Sinnvoll ist in diesem Fall, Kennzahlen zu entwickeln, die den Grad der erreichten Ziele messbar machen.  

Im Idealfall werden die Mitarbeiter dabei miteingebunden, was bedeutet, dass die Leistungsziele der Mitarbeiter in Kennzahlen ausgedrückt werden. 

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Nach Möglichkeit sollte die Anzahl der Kennzahlen möglichst gering gehalten werden, denn benötigte Daten sollten ohne großen Zeiteinsatz und ohne großen Zeitaufwand abrufbar sein. Eine mögliche Vorgehensweise besteht darin, immer zwei Daten miteinander zu koppeln und als eine Kennzahl zu definieren.  

Beispiele hierfür wären die Erfolgsquote im Verkauf, die die Anzahl der Kundenkontakte und die Anzahl der Vertragsabschlüsse umfasst, die Qualität der Produktion als Verhältnis von produzierter Stückzahl zur Anzahl der Ausschüsse oder der Rücklauf des Marketings mit den Daten Kontaktanzahl und Rückmeldungsanzahl.   

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Stehen die Kennzahlen fest, sollte ein Zielwert für die jeweilige Kennzahl definiert werden, wobei dieser Wert auch aus einer Spanne bestehen kann. Um die Zielwerte realistisch zu definieren, ist es ratsam, im Vorfeld die Zahlen anderer Unternehmen der Branche zu vergleichen.  

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Empfehlenswert ist, die definierten Kennzahlen mit dem gesamten Team zu besprechen und in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Dadurch werden einerseits Fortschritte sichtbar, die sich positiv auf die Motivation auswirken, andererseits können alternative Handlungsweisen und Korrekturen erarbeitet werden, wenn sich die gesetzten Ziele als unrealistisch herausstellen.  

Als Hilfsmittel sind Kennzahlen in Projekten damit in zweierlei Hinsicht vorteilhaft. Einerseits werden die Ziele greif- und vorstellbar, so dass Handlungsweisen und auch mögliche Korrekturen konkret benannt werden können.  

Zeitgleich können benötigte Daten und auch erreichte Fortschritte schnell und einfach abgerufen und jederzeit überprüft werden. Andererseits ist eine erhöhte Mitarbeitermotivation möglich, da die Führungsziele nicht auf abstrakten Wertvorstellungen, sondern auf gemeinsam definierten Messgrößen basieren. 

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Thema: Kennzahlen als Hilfsmittel für Projekte

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