Führungsstil mittels Management-by-Techniken

Die wichtigsten Infos

zum Führungsstil mittels

„Management-by“-Techniken 

Bei den „Management-by“-Techniken handelt es sich um Führungsgrundsätze, die in den USA entwickelt wurden. Dabei berücksichtigen die Grundsätze unterschiedliche Szenarien, für die jeweils unterschiedliche Führungsstile erarbeitet wurden.  

Mittlerweile haben die amerikanischen Ideen eines idealen Führungsstils auch zahlreiche deutsche Führungsetagen erreicht. Dies mag daran liegen, dass die Konzepte schlüssig und überzeugend klingen und es scheint, als seien sie verhältnismäßig leicht zu verinnerlichen und zu leben.

Zudem erwecken die chicen englischen Bezeichnungen irgendwie auch den Eindruck, dass die „Management-by“-Techniken nicht nur modern, sondern vor allem auch wichtig sind. Allerdings driften die eigentlichen Ideen der Erfinder und die Umsetzung in der Praxis mitunter weit auseinander.  

Hier die wichtigsten Infos zum Führungsstil mittels einiger Beispiele für „Management-by“-Techniken in der Übersicht:  

 

Management by Delegation 

Dahinter verbirgt sich die Idee, Mitarbeiter zu führen, indem Aufgaben und Verantwortungen delegiert werden. Das bedeutet, die Führungsebene gibt anhand von klaren und eindeutigen Anweisungen vor, welcher Mitarbeiter für welche Aufgaben und Kompetenzen zuständig und verantwortlich ist.  

Innerhalb seines Rahmens hat der Mitarbeiter freie Hand, ohne ständige Einmischungen der Führungsetage und ohne sich für jede Entscheidung erst die Zustimmung holen zu müssen.

In der Praxis tragen Mitarbeiter oft nur dann die Verantwortung für ihren Aufgabenbereich, wenn etwas schief gelaufen ist. Ansonsten ist es die Führungsebene, die die Arbeitsabläufe vorgibt und die Entscheidungen trifft.

 

Management by Exception 

Auch einem ähnlichen Prinzip wie das Management by Delegation basiert auch die Idee des Managements by Exception. Hier geht es allerdings nicht darum, dass die Führungsebene Kompetenzen und Verantwortungen abgibt, sondern die Grundidee ist, dass die Führungsebene nur im Ausnahmefall eingreift.  

Anders ausgedrückt heißt das, dass der jeweilige Mitarbeiter im Arbeitsalltag freie Hand hat. Erst wenn der Mitarbeiter ausdrücklich um Hilfe bittet oder eine massive Problemsituation eintritt, übernimmt der Chef wieder die Führung.

In der Praxis neigen Chefs aber häufig dazu, schon in kleinsten Abweichungen ungewöhnliche Ausnahmesituationen zu erkennen, die bedrohliche Risiken mit sich bringen und daher selbstverständlich auch die sofortige Übernahme der Geschicke erfordern.  

 

Management by Motivation 

Bei dieser „Management-by“-Technik liegt die Annahme zugrunde, dass ein Unternehmen seine Mitarbeiter als das wichtigste und wertvollste Kapital sieht. Folglich ist es die Aufgabe des Unternehmens, möglichst optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.  

Hierzu gehört beispielsweise, Aufgaben für die Mitarbeiter auszusuchen, die sie fordern und fördern, Mitarbeiter durch Schulungen und Weiterbildungen individuell zu qualifizieren oder gute Leistungen durch Lob und eine entsprechende Vergütung zu honorieren. Im Ergebnis führt dies zu motivierten Mitarbeitern, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und bereit sind, ihr Bestes zu geben, um die gemeinsamen Ziele zu erreichen. 

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In der Realität gibt es zwar allerlei Maßnahmen, um die Mitarbeiter zu motivieren. Allerdings sind diese Maßnahmen meist eher Mittel zum Zweck, die weniger eine individuelle Förderung beinhalten, sondern vielmehr den Anschein erwecken, höher angesetzte Leistungen rechtfertigen zu wollen. 

 

Management by Objektives 

Diese „Management-by“-Technik bezieht sich auf das Führen durch Ziele. Die Idee dahinter ist, dass aus dem großen, gemeinsamen Ziel des Unternehmens viele kleine Ziele für die Mitarbeiter werden, die das Unternehmen dann im Ergebnis dorthin führen, wo es hin möchte. Für die Führungspersonen bedeutet das, dass sie die Mitarbeiter an der Definition der Ziele beteiligen und ihnen die notwendigen Freiräume geben, um die Ziele zu erreichen.  

Im Idealfall erarbeiten Führungspersonen und Mitarbeiter dazu gemeinsam die Ziele, die das Unternehmen vorwärtsbringen. Die Mitarbeiter wiederum legen eigenständig den Zeitrahmen und die Maßnahmen fest, bis wann und in welcher Form die Ziele erreicht werden.

Die Fortschritte werden im Rahmen von regelmäßigen Meetings besprochen und anhand von Zwischenzielen kontrolliert. 

In der Praxis sieht es jedoch oft so aus, dass die Führungspersonen nicht nur die Ziele festlegen, sondern auch vorgeben, wann und wie die Ziele erreicht werden müssen. 

 

Management by Wandering around 

Übersetzt bedeutet diese „Management-by“-Technik soviel wie Führen durch Herumwandern. Damit ist gemeint, dass die Führungsperson in ständigem Kontakt zu ihren Mitarbeitern steht und sie regelmäßig an ihren Arbeitsplätzen besucht.  

Dabei werden die Arbeitsabläufe besprochen und auch Verbesserungsvorschläge und Kritikpunkte stoßen auf offene Ohren. Bei den Gesprächen können aber auch Sorgen und Probleme zum Thema werden.

Die Idee dieses Führungsstils ist also einerseits eine offene Kommunikation auf kurzen Wegen und andererseits eine menschliche Verbundenheit zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern, der dadurch ein Teammitglied und kein unangenehmer oder gar gefürchteter Fremdkörper ist. In der Praxis ist diese Idee nur bedingt umsetzbar.  

Viele Vorgesetzte möchten gar nicht unbedingt Teil des Teams sein und haben oft einfach auch nicht die Zeit, um sich um die privaten Belange ihrer Mitarbeiter zu kümmern. Im Gegenzug herrscht bei vielen Mitarbeitern das berühmte Bild von denen da unten und denen da oben. 

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