Fehler bei Besprechungen

Die 10 größten Fehler

bei Besprechungen

und Verhandlungsgesprächen 

Besprechungen von Projekten und Verhandlungsgespräche gehören zum Alltag im Berufsleben, aber auch im privaten Bereich.  

Damit die Kommunikation jedoch erfolgreich verlaufen kann, gehört zu den Grundvoraussetzungen, dass sie auch als solche stattfindet, die Gesprächspartner also tatsächlich miteinander sprechen, diskutieren und verhandeln.

Missverständnisse, Unklarheiten und schlichtweg unerfreulich verlaufende Gespräche, die nicht zum gewünschten Ergebnis führen, resultieren in aller Regel aus Fehlern, die jedoch durchaus vermeidbar gewesen wären.

  

Hier daher eine Übersicht der 10 größten Fehler bei Besprechungen und in Verhandlungsgesprächen: 

 

1.       Zu leise oder zu laut sprechen.  

Das Gespräch sollte in einer solchen Lautstärke stattfinden, dass sie für alle gut verständlich ist. Es ist aber nicht notwendig, seinen Argumenten durch ein Erheben der Stimme Ausdruck zu verleihen. 

Im Gegenzug sollte aber auch nicht zu leise gesprochen werden, denn dies zeugt von Unsicherheit und wenig Selbstvertrauen. Wichtig ist, seine Argumente klar, deutlich und prägnant zu präsentieren. 

 

2.       Nicht richtig zuhören.  

Es sollte selbstverständlich sein, seinem Gesprächspartner die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken, die man selbst erwartet. Dazu gehört auch, sich zu konzentrieren und seinem Gesprächspartner nicht ins Wort zu fallen. Äußerst unhöflich ist es zudem, seine Ungeduld zum Ausdruck zu bringen, beispielsweise indem man mit dem Kugelschreiber spielt, sich mit seiner Kleidung beschäftigt oder mit den Fingern auf dem Tisch trommelt. 

 

3.       Keine Vorabinformationen.  

Gerade bei wichtigen Gesprächen ist es wichtig, dass sich beide Gesprächsparteien vorbereiten können. Insofern müssen die eigenen Unterlagen vorbereitet sein und die Inhalte sitzen, aber auch der Gesprächspartner sollte wissen, was auf ihn zukommt.

 

4.       Die eigene Person im Mittelpunkt.  

Selbstbewusstsein ist zwar wichtig, wer aber nur von sich selbst spricht und dabei die Rolle des allwissenden Oberlehrers einnimmt, wird bei seinem Gesprächspartner das Gegenteil bewirken. Wichtig ist, die Balance zwischen Wissendem und Lernendem zu finden, also sein Können zu präsentieren, sich aber auch offen für andere Lösungsansätze zu zeigen. 

Je nach Gesprächspartner muss zudem auch die Ausdrucksweise angepasst werden, denn allzu fachspezifische Ausdrücke sind bei einem Gesprächspartner aus einem anderen Bereich unangemessen.

 

5.       Schlechte Taktik.  

Natürlich soll ein Gespräch nicht endlos lange dauern. Wichtig ist aber, nicht gleich alle Trümpfe auszuspielen, sondern sich das eine oder andere Ass im Ärmel aufzusparen und erst am Schluss preiszugeben. 

 

6.       Zu viel Raum lassen.  

Bei Verhandlungen ist wichtig, das eigene Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Das bedeutet, der Gesprächspartner sollte nicht die Rolle des Gesprächsführenden einnehmen und man sollte versuchen, Fragen und Einwände so zu formulieren, dass sie immer wieder zum Ziel der Verhandlungen überleiten. 

 

7.       Schlechte Ausdrucksweise.  

Verallgemeinerungen und Absolutbotschaften sollten weitestgehend vermieden werden. Hierzu gehören Worte wie alle, jeder, immer oder nie. Zudem ist wichtig, möglichst immer positiv zu formulieren und auf Negativformulierungen zu verzichten.  

 

8.       Kein Verhandlungsspielraum.  

Natürlich möchte jeder seine Ziele durchsetzen, allerdings ist dies nicht immer möglich. Eigene Sturheit würde aber auch Sturheit beim Gesprächspartner provozieren und die Fronten würden sich verhärten. Deshalb muss vor dem Gespräch schon klar sein, welche Kompromisse möglich sind und wo die eigenen Schmerzengrenzen liegen.

 

9.       Einwände ignorieren.  

Selbstverständlich hat auch der Gesprächspartner das Recht, seine Kritik und seine Bedenken zu äußern. Diese sollte man nicht abtun oder unkommentiert lassen, sondern versuchen zu verstreuen. Hilfreich ist zudem, mögliche Kritik aktiv vorwegzunehmen, etwa durch Aussagen wie “dieses Argument scheint für Sie zunächst sicher verwunderlich, aber…”. 

 

10.     Gefühlsausbrüche.  

Wichtig ist, die Fassung zu bewahren, auch wenn sich der Gesprächspartner als äußerst schwierig erweist. Hilfreich ist, tief durchzuatmen und von Neuem anzusetzen oder auch um eine kurze Unterbrechung zu bitten, um sich neu zu sammeln. Zudem müssen immer auch die Verhaltensgrundregeln beachtet werden.  

Hierzu gehört, den Blickkontakt zu suchen, auf eine offene, interessierte Körpersprache und eine freundliche Mimik zu achten und ausreichend Abstand zum Gesprächspartner zu lassen.

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