Effektive Strategien für das Selbstmanagement

Die effektivsten Strategien

für das Selbstmanagement 

Viele Menschen beklagen sich darüber, dass es ihnen nicht oder nur schwer gelingt, ihren Berufsalltag, ein Projekt, die übertragenen Aufgaben, die unterstellten Mitarbeiter oder auch ihre Familie und ihr Privatleben zu managen.  

Sie haben das Gefühl, trotz Engagement und Leistungsbereitschaft einfach nicht von der Stelle zu kommen. Sie übersehen dabei aber häufig, dass es schon am Selbstmanagement hapert. 

Dies wird vor allem dann deutlich, wenn etwas nicht läuft wie geplant. Statt bei sich selbst anzufangen und nach möglichen Fehlern zu suchen, sind prinzipiell erst einmal die anderen schuld, beispielsweise der viel zu fordernde Vorgesetzte, die ungeduldigen Kunden, der verständnislose Partner, die ungezogenen Kinder oder die böse Technik, die immer dann versagt, wenn sie am meisten gebraucht wird. 

Ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg ist aber ein effektives Selbstmanagement. Nicht umsonst werden im Zusammenhang mit erfolgreichen Personen Redewendungen verwendet, die die Personen als aufgeräumt und eine innere Ruhe ausstrahlend beschreiben. Übertragen auf das Selbstmanagement bedeutet das, dass die innere Ordnung die Voraussetzung für ein erfolgreiches Management des Außen ist. Der erste Schritt sollte also darin bestehen, mit und bei sich selbst anzufangen. 

 

Wie dies möglich ist, erklärt die folgende Übersicht mit den effektivsten Strategien für das Selbstmanagement: 

 

Strategie 1:

Neugier und Vertrauen 

Viele Menschen entwickeln im Laufe der Zeit bestimmte Verhaltensmuster, Rhythmen und Abläufe, die irgendwann in eine Art Trott übergehen. Konfrontiert mit neuen Ideen und Vorschlägen besteht die typische Reaktion dann in Ablehnung.  

Als Gründe werden genannt, dass die Zeit fehlt, der Vorschlag nicht umzusetzen ist oder die finanziellen Mittel nicht vorhanden sind, um die Idee zu realisieren.

Der Außenstehende wird aus dieser Reaktion die Konsequenz ziehen, dass es keinen Sinn macht, kreative Ideen auszuarbeiten und Vorschläge zu unterbreiten, weil der Vorgesetzte, Mitarbeiter oder Partner an seinem alten Schema festhält, ihm nichts Neues mehr einfällt und er auch nicht bereit ist, etwas anderes auszuprobieren. 

Ein wichtiger Baustein für ein effektives Selbstmanagement und gleichzeitig ein charakteristisches Merkmal von einer echten Führungsperson ist Neugier. Neugierig zu sein bedeutet, mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, Interesse und Respekt zu zeigen, bereit zu sein, sich Herausforderungen zu stellen, und sich zu trauen, auch einmal neue und ungewöhnliche Wege zu gehen. 

An diesem Punkt kommt dann der zweite wichtige Baustein ins Spiel, nämlich das Vertrauen. Viele Menschen erzielen nicht die gewünschten Erfolge, weil ihnen das notwendige Vertrauen fehlt. Dabei geht es aber nicht um das Vertrauen in andere oder darum, dass jemand als wenig vertrauenswürdig eingestuft wird.  

Sehr viel häufiger stellt sich der Erfolg nicht ein, weil das Vertrauen in sich selbst und in die eigenen Stärken, Fähigkeiten und Fertigkeiten fehlt. 

 

Strategie 2: Ziele 

Vermutlich hat jeder Wünsche und Träume. Diese bringen aber letztlich nicht viel, denn wenn sie sich erfüllen sollen, müssen sie zu Zielen werden. Wer von einer Karriere träumt, verlässt sich mehr oder weniger auf den Zufall.  

Wer seine Karriere hingegen zum Ziel erklärt, nimmt die Angelegenheit selbst in die Hand. Wichtig ist aber, sich realistische Ziele zu setzen und diese in mehrere Etappenziele aufzuteilen. Dabei dürfen die Zeile durchaus hoch gesteckt sein, müssen aber erreichbar bleiben. Mindestens genauso wichtig wie die Zielsetzung ist aber auch, die gesetzten Ziele tatsächlich konsequent zu verfolgen.  

Viele geben schon beim kleinsten Misserfolg auf und oft steckt die Angst dahinter, Fehler zu machen, abgelehnt zu werden, sich selbst zu überfordern, zu scheitern oder schlichtweg zu versagen.

Diese Angst ist zwar verständlich, aber letztlich unbegründet. Jeder kann Fehler machen und jedem kann es passieren, dass ein Vorhaben scheitert. Der erfolgreiche Selbstmanager kennzeichnet sich dadurch, dass er seine Ziele weiterverfolgt und gerade aus seinen Fehlern lernt, um es beim nächsten Anlauf dann besser zu machen.   

 

Strategie 3: Verantwortung 

Bei den kleinen, alltäglichen Dingen klappt es eigentlich oft ganz gut mit der Verantwortung. Ist die Küchenrolle alle, wird beim nächsten Einkauf eine neue Packung mitgenommen, ist der Anzug schmutzig, wird er in der Reinigung abgegeben und ist die Spülmaschine fertig, wird sie ausgeräumt. Am Arbeitsplatz gestaltet sich die ganze Angelegenheit dann schon schwieriger.  

Es fällt zwar vielleicht auf, dass bestimmte Aufgaben dringend erledigt oder bestimmte Entscheidungen getroffen werden müssten, aber hierfür wurde ja schon ein anderer Kollege eingeteilt, sie fallen nicht in den eigenen Zuständigkeitsbereich oder es wird sich schon irgendjemand finden, der sich freiwillig bereiterklärt.  

Noch etwas heikler wird es, wenn es um Fehler geht, wobei dies für den beruflichen Bereich genauso gilt wie für den privaten. Läuft es etwas schief, liegt es nicht daran, dass einem selbst ein Fehler unterlaufen sein könnte, sondern die Schuld liegt bei anderen, etwa beim Chef, den Kollegen, der Technik, der Politik oder dem Partner.  

Ein effektives Selbstmanagement hat aber ein Stück weit auch mit Selbstreflexion zu tun. Das bedeutet, das eigene Handeln wird hinterfragt, Fehler werden eingeräumt und es wird Verantwortung übernommen. Verantwortung zu übernehmen wiederum heißt, nicht abzuwarten, was passiert, sondern die Initiative zu ergreifen. 

 

Strategie 4: Motivation 

Motivation ist für viele gleichbedeutend damit, sich in Angelegenheiten zu engagieren und mit Dingen zu beschäftigen, die ihnen Spaß machen und die sie besonders gut können. Wer sich also motiviert einer Sache widmet, tut dies, weil er sich mit gerade dieser Sache beschäftigen möchte.  

Wenn dies aber die richtige und einzige Bedeutung von Motivation wäre, würden sehr viele Dinge vermutlich niemals erledigt werden. Die wenigsten dürften Spaß daran haben, ihre Zeit in stundenlangen Meetings zu verbringen und auch so banale Dinge wie der Abwasch oder das Herunterbringen vom Müll sorgen wohl kaum für die wahre Erfüllung und tiefempfundene Freude.  

Motivation bedeutet daher auch, sich darüber im Klaren zu sein, was notwendig ist, was gemacht werden muss und diese Punkte dann zielstrebig umzusetzen.  

 

Strategie 5: Vorbildfunktion 

In der Berufswelt gibt es allerlei Mittel und Wege, die die Mitarbeiter motivieren sollen, angefangen bei Prämien und Bonuszahlungen über Geschenke oder einen chicen Firmenwagen bis hin zu Schulungen und Beförderungen. Solche Maßnahmen wirken sich zwar meist positiv auf die Motivation aus, allerdings hält die Wirkung mitunter nicht allzu lange an.  

Der Grund hierfür liegt häufig darin, dass Vorgesetzte etwas von ihren Mitarbeitern fordern, was sie selbst nicht unbedingt beherzigen und auch nicht vorleben. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Pünktlichkeit. Während für viele Chefs zu den Grundvoraussetzungen gehört, dass ihre Mitarbeiter pünktlich sind, erscheinen sie selbst oft mit Verspätung zu Meetings.  

Gleiches gilt natürlich auch im Privatbereich und auch hier sollte jemand nur das von anderen erwarten, wozu er selbst bereit ist. 

Weiterführende Ratgeber und
Tipps für Projektplanungen und Projektmanagement:

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