Projekt selbstbewusster Auftritt: 7 Tipps für ein besseres Durchsetzungsvermögen

Projekt selbstbewusster Auftritt: 7 Tipps für ein besseres Durchsetzungsvermögen 

Neben Fachwissen, Motivation, Engagement und Leistungsbereitschaft ist auch Durchsetzungsvermögen ein Schlüsselfaktor für beruflichen Erfolg. Die Fähigkeit, den eigenen Standpunkt zu verdeutlichen und trotz Widerstand zu vertreten, zeugt von Führungspotenzial und Selbstbewusstsein.

Wer hingegen zu schüchtern auftritt, schnell klein beigibt oder zu allem Ja sagt, verbaut sich oft seine Karrierechancen. Doch die gute Nachricht ist: Das Durchsetzungsvermögen gehört zu den Eigenschaften, an denen gearbeitet werden kann und die sich mit den richtigen Tipps verbessern lassen. 

 

Was bedeutet Durchsetzungsvermögen?

Je nach Blickwinkel kann Durchsetzungsvermögen unterschiedlich ausgelegt werden. Negativ gesehen, wird ein ausgeprägtes Durchsetzungsvermögen oft mit Sturheit, Verbissenheit und fehlender Kompromissbereitschaft gleichgesetzt. Im positiven Sinne wird Durchsetzungsvermögen mit Selbstbewusstsein, Entschlossenheit, Ausdauer und Verhandlungsgeschick in Verbindung gebracht. Grundsätzlich beschreibt Durchsetzungsvermögen zunächst einmal nur die Fähigkeit, die eigene Meinung auf den Punkt zu bringen und die eigenen Interessen zu vertreten.

Vernunft und Fingerspitzengefühl gehören aber genauso zu einem gesunden Durchsetzungsvermögen. Es geht nicht darum, den eigenen Standpunkt um jeden Preis durchzuboxen. Stattdessen muss im konkreten Einzelfall entschieden werden, wie die eigenen Vorstellungen in die Lösung einfließen können.

 

Warum ist das Durchsetzungsvermögen eine wichtige Eigenschaft?

Vor allem bei Positionen für Führungskräfte wird im Stellenprofil häufig Durchsetzungsvermögen verlangt. Immerhin sind die Organisation der Abläufe, das Anleiten der Mitarbeiter, Verhandlungen mit Vertragspartnern und der Aufbau von Geschäftsfeldern typische Aufgaben im Betriebsalltag.

Ein selbstbewusstes Auftreten und die Fähigkeit, Anweisungen und Vorgaben auch bei Gegenwind durchzusetzen, sind dafür unerlässlich. Bescheidenheit und Zurückhaltung mögen zwar Tugenden sein, sind im Geschäftsalltag aber nicht unbedingt gefragt.

Wer sich nicht durchsetzen kann oder lieber nachgibt, statt sich Konfliktsituationen zu stellen, gilt schnell als zögerlich, verhandlungsschwach und folglich als Fehlbesetzung für Positionen mit Verantwortung. Wer seine Meinung hingegen selbstbewusst präsentiert, seine Vorstellungen schlüssig erläutert, sich zu Wort meldet und auf seine bisherigen Leistungen stolz ist, erntet Anerkennung und Respekt.

Dies gilt auch dann, wenn am Ende eine Kompromisslösung gefunden wird. Denn die eigene Haltung zu reflektieren und bei Bedarf zu korrigieren, zeugt ebenfalls von Stärke und Selbstbewusstsein. Letztlich gilt es also, eine gesunde Balance zwischen Durchsetzungsstärke und Kompromissbereitschaft zu finden.  

 

Projekt selbstbewusster Auftritt: 7 Tipps für ein besseres Durchsetzungsvermögen

Wer das Projekt Selbstbewusster Auftritt angehen und an seinem Durchsetzungsvermögen arbeiten möchte, sollte sich vor Augen führen, dass es in erster Linie darum geht, die eigenen Überzeugungen und Motive auf den Punkt zu bringen und zu erklären. Das Ziel ist, andere von der eigenen Meinung zu überzeugen. Es geht nicht darum, anderen die eigenen Vorstellungen aufzudrängen.

Um dieses Ziel zu erreichen, können die folgenden Tipps helfen:

 

Tipp 1: Vorbereitet sein.

Durchsetzungsvermögen geht immer mit der Fähigkeit einher, schlüssig erklären und plausibel argumentieren zu können. Dies wiederum setzt eine gute Vorbereitung voraus. Nur wer sich mit einem Thema beschäftigt, den Sachverhalt analysiert und für sich eine Bewertung vorgenommen hat, kann seinen Standpunkt selbstbewusst kommunizieren und angemessen auf mögliche Gegenargumente reagieren. 

 

Tipp 2: Klare Worte wählen.

Um die eigene Meinung nachvollziehbar zu kommunizieren, sind klare und präzise Aussagen wichtig. Eine einfache und verständliche Sprache stellt sicher, dass der Gesprächspartner versteht, worum es geht. Gleichzeitig lassen sich auf diese Weise Missverständnisse effektiv vermeiden.

Hinzu kommt, dass jemand, der seine Aussagen deutlich und ohne Umschweife auf den Punkt bringt, souverän wirkt. Im Unterschied dazu erscheint jemand, der herumdruckst, unsicher und von seiner Haltung selbst nicht richtig überzeugt.

 

Tipp 3: Auf Konjunktive verzichten.

Sicherheit und Überzeugung zeigt sich nicht nur in den kommunizierten Inhalten, sondern auch im Sprachstil. Wer ständig mit würde, könnte und hätte argumentiert, nimmt seinen Aussagen die Kraft. Gleiches gilt, wenn die Aussagen regelmäßig durch Wörter wie eigentlich oder grundsätzlich eingeschränkt oder relativiert werden. Wer signalisieren möchte, dass er hinter seinen Vorstellungen steht, und andere für die eigenen Ideen begeistern will, sollte Konjunktive also weglassen.

 

Tipp 4: Den Gesprächspartner einbeziehen.

Durchsetzungsvermögen bedeutet, andere mit ins eigene Boot zu holen. Dazu gehört, nicht nur lange Monologe zu halten, sondern den Gesprächspartner einzubeziehen. Dabei sind Zwischenfragen ein sehr effektives Mittel. Zum einen kann so nämlich die Zustimmung eingeholt oder ein mögliches Gegenargument schon im Vorfeld abgefangen werden.

Dies gelingt durch Fragen wie beispielsweise Das sehen Sie doch auch als Vorteil, oder? Stimmen Sie mir zu, dass diese Lösung sehr einfach und gleichzeitig überaus effektiv ist? Zum anderen kann sich der Sprecher vergewissern, dass ihm sein Gegenüber folgen kann und überhaupt noch bei der Sache ist.

 

Tipp 5: Nein sagen.

Wer ständig alles absegnet und zu allem Ja und Amen sagt, nur um möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen, gilt nicht als durchsetzungsstark. Aber auch wer seinen Standpunkt sehr schnell aufgibt oder ständig seine Meinung wechselt, lässt Ausdauer und Überzeugung vermissen. Für ein gesundes Durchsetzungsvermögen ist deshalb wichtig, zu lernen, Nein zu sagen und Grenzen aufzuzeigen, wenn es die Situation erfordert.

 

Tipp 6: Emotional sein.

Kühle Strategen mit undurchschaubarem Pokerface können in Verhandlungen sehr erfolgreich sein. Allerdings ist eine solche Taktik nicht immer die beste Wahl. Manchmal ist es sehr viel effektiver, Emotionen zu zeigen. Wer für eine Idee brennt, wird andere nämlich durch einen leidenschaftlichen Vortrag oft eher mit seiner Begeisterung anstecken und sie für das Vorhaben gewinnen können, als mit einer absolut nüchternen Argumentation. Ob und wie viel Emotion angemessen ist, hängt natürlich immer vom Einzelfall ab. Eine Spur Menschlichkeit kann aber letztlich nie schaden. 

 

Tipp 7: Selbstbewusstsein zeigen.

Zu einem selbstbewussten und durchsetzungsstarken Auftritt gehört auch die nonverbale Kommunikation. Das beste Argument wird seine Wirkung nicht entfalten können, wenn die Körperhaltung, die Mimik und die Tonlage Unsicherheit signalisieren.

Wichtig ist deshalb, laut und deutlich zu sprechen, dabei eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen und den Blickkontakt zu suchen. Wer den Kopf einzieht oder sich zusammenkauert, macht sich buchstäblich kleiner als er ist. Den Blick nervös durch den Raum schweifen zu lassen, verlegen auf den Boden zu schauen, mit dem Kugelschreiber herumzuspielen oder hektisch herumzugestikulieren, wirkt ebenfalls alles andere als souverän.

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