Projekt Online-Shop: 3 aktuelle Trends

Projekt Online-Shop: 3 aktuelle Trends

 

2014 wurden mit dem Internethandel allein in Deutschland rund 29 Milliarden Euro umgesetzt. Für das Jahr 2015 wird erwartet, dass die Umsätze die 40-Milliarden-Marke deutlich übersteigen werden. Kein Wunder, dass viele auf diesen erfolgversprechenden Zug aufspringen möchten.

Schließlich ist ein Online-Shop schnell realisierbar und auch die Kosten bleiben in einem überschaubaren Rahmen. Auf der anderen Seite ist die Konkurrenz groß und wird durch die unzähligen Shops, die regelmäßig dazukommen, immer größer. Wer erfolgreich einen Online-Shop betreiben will, muss deshalb nicht nur dafür sorgen, dass sein virtueller Laden überhaupt gefunden wird. Stattdessen muss er auch mit guter Leistung überzeugen.

Hierzu gehören zunächst einmal ganz praktische Dinge wie ein ansprechendes Produktangebot, konkurrenzfähige Preise, transparente Konditionen, eine zeitnahe Bearbeitung von Anfragen und eine flotte Lieferung der Bestellungen. Aber Kunden, die in der virtuellen Welt auf Einkaufstour gehen, möchten nicht nur schnell, einfach und kostengünstig einkaufen können.

Stattdessen erwarten sie ein positives Kauferlebnis. Für den Betreiber eines Online-Shops ist deshalb wichtig, dass er die Wünsche seiner Zielgruppe erkennt und dem stetigen Wandel der Branche Rechnung trägt.

 

Die folgende Übersicht stellt 3 aktuelle Trends für das Projekt Online-Shop vor:

 

Trend 1: Individualisierbare Produkte

Produkte, die die individuellen Wünsche des Kunden berücksichtigen und ihm die Möglichkeit geben, sich an der Ausgestaltung seines Produkts zu beteiligen, sind absolut angesagt. Unabhängig davon, ob es um Kleidung, Geschenkartikel, Deko oder Lebensmittel geht:

Statt kostengünstiger Massenware und unpersönlichen Produkten von der Stange geht der Trend hin zu einzigartigen Artikeln mit individueller Note. Auch wer sein Projekt Online-Shop im eher kleinen Stil angehen möchte, kann individualisierbare Produkte anbieten. Vielmehr als die Implementierung eines zusätzlichen Konfigurators, der es ermöglicht, die jeweiligen Basisartikel individuell anzupassen, ist dafür nicht notwendig.

Dabei sichert sich der Betreiber des Online-Shops durch das Anbieten von individualisierbaren Produkten zwei große Vorteile. So stellt er seinen Kunden zum einen ein Sortiment zur Verfügung, das sich von den üblichen Standards abhebt. Zum anderen gewinnt er durch die aufgegebenen Bestellungen wertvolle Einblicke in die Wünsche und Bedürfnisse seiner Kunden.

Dieses Wissen kann er nutzen, um sein Angebot kontinuierlich auf seine Zielgruppe abzustimmen. Allerdings sollte der Shop-Betreiber den Anpassungsmöglichkeiten der Basisprodukte Grenzen setzen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Aufwand zu groß wird und die Produktionskosten zu sehr steigen, was sich dann natürlich auch im Endpreis für den Kunden widerspiegelt. Für individuelle Produkte sind Kunden zwar bereit, mehr Geld auszugeben, allerdings müssen die Preise in einem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis bleiben.

Auf der anderen Seite bringt es dem Betreiber des Online-Shops nicht viel, wenn er Kunden zwar mit einzigartigen Produkten zu günstigen Preisen überzeugt, sein zeitlicher oder finanzieller Aufwand aber so groß ist, dass er selbst kaum noch etwas an den Artikeln verdient.

Der Shop-Betreiber darf die Wirtschaftlichkeit seines Angebots also nicht aus den Augen verlieren.

 

Trend 2: Gemeinschaftliches Einkaufserlebnis

Online einzukaufen, bringt für den Kunden viele Pluspunkte mit sich. So kann er bequem vom heimischen Sofa aus einen Einkaufsbummel unternehmen und die Preise verschiedener Anbieter miteinander vergleichen. Die Online-Shops haben rund um die Uhr geöffnet und räumliche Distanzen spielen keine Rolle.

Sein Einkauf wird dem Kunden direkt nach Hause oder an jede beliebige Wunschadresse geliefert. Die gelieferte Ware kann er in aller Ruhe prüfen und sie unkompliziert zurückgeben, wenn sie ihn nicht überzeugt.

Aber das Online-Shopping hat eine Schattenseite:

Anders als bei einer Einkaufstour durch die örtlichen Geschäfte ist der Kunde beim Einkaufen im Internet auf sich alleine gestellt. Er sitzt als anonymer Kunde vor seinem Bildschirm, begegnet weder dem Verkäufer noch anderen Kunden, erhält keine persönliche Beratung und kann sein Einkaufserlebnis mit niemandem teilen.

An diesem Punkt setzt ein weiterer aktueller Trend im Bereich des E-Commerce an. So sollen die Vorteile des Onlineshoppings mit dem Gemeinschaftsgefühl sozialer Netzwerke verbunden werden. Dafür werden Foren, digitale Pinnwände und andere Plattformen mit Kauf-Buttons ausgestattet, die direkt zu den Online-Shops führen, bei denen die angesprochenen Artikel gekauft werden können.

Durch ihre Einträge und Empfehlungen werden die Kunden so zu Einkaufsberatern und Marketingmitarbeitern in einem. Gleichzeitig wandelt sich der anonyme Interneteinkauf in ein Gemeinschaftserlebnis um. 

 

Trend 3: Multi-Channel-Ausrichtung

Für einen kleinen Online-Shop ist es recht schwierig, nicht in der großen Masse unterzugehen. Statt sich als Einzelkämpfer zu versuchen, weitet die Multi-Channel-Strategie die Aktivitäten auf mehrere Kanäle aus. Konkret geht es bei der Multi-Channel-Strategie darum, auf verschiedenen großen Online-Marktplätzen Präsenz zu zeigen.

Bei diesen virtuellen Marktplätzen kann es sich um große Online-Kaufhäuser, Internetauktionshäuser und andere Einkaufsplattformen handeln. Aus Sicht des Kunden wird der Online-Marktplatz zu einem Einkaufscenter, in dem er zahlreiche Anbieter unter einem Dach findet.

Er muss somit nicht jeden Shop einzeln ansteuern, sondern kann ganz bequem über den Marktplatz einkaufen. Für den Shop-Betreiber bringt die Multi-Channel-Ausrichtung den Vorteil mit sich, dass er an mehreren Stellen vertreten ist. Die Kehrseite ist aber, dass der Shop-Betreiber nicht nur in direkte Konkurrenz mit anderen Anbietern tritt. Stattdessen macht er sich unter Umständen selbst Konkurrenz, denn die Kunden kaufen dann nicht direkt in seinem Online-Shop, sondern über seine Filiale auf dem Marktplatz ein.

Die Präsenz wiederum ist mit Kosten verbunden, die der Marktplatzanbieter für die Nutzung seiner Plattform in Rechnung stellt. Hinzu kommt der größere Aufwand, wenn es Anfragen und Bestellungen von verschiedenen Verkaufsstellen zu bearbeiten und in der organisatorisch-kaufmännischen Abwicklung voneinander zu trennen gilt.

Der Betreiber eines Online-Shops sollte deshalb sorgfältig prüfen, inwieweit sich eine Multi-Channel-Ausrichtung für ihn tatsächlich lohnt.

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