Interessante Kongressorte und Tagungsstätten weltweit

Liste: Die interessantesten Kongressorte und Tagungsstätten weltweit

 

Überall auf der Welt sind große und beeindruckende Kongresszentren und Tagungsstätten zu finden. Häufig sind die Bauwerke multifunktional ausgelegt und stellen neben Flächen für Kongresse, Tagungen und Messen auch ein Angebotspaket aus Unterhaltung, Kunst, Kultur, Gastronomie und bisweilen sogar Hotellerie zur Verfügung.

Vor allem in aufstrebenden und wachsenden Regionen entstehen architektonische Meisterleistungen, die nicht nur zu modernen Wahrzeichen der Stadt werden, sondern ein Stück weit auch Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung und Motor für die Weiterentwicklung sind.

In Städten mit langer Tradition als Kongressorte wiederum ist es oft die über Jahrzehnte gewachsene Infrastruktur, die für das besondere Ambiente und den Komfort sorgt.

 

Die folgende Liste stellt einige der interessantesten Kongressorte und Tagungsstätten weltweit vor:

 

Hannover Congress Centrum

Das Hannover Congress Centrum, kurz HCC, ist ein Musterbeispiel für eine Konferenz- und Tagungsstätte, die sich im Laufe der Zeit zu dem entwickelt hat, was sie heute ist. Das Kongresszentrum erstreckt sich über eine Fläche von rund 13.000 Quadratmetern und setzt sich aus zahlreichen Hallen und Sälen verschiedener Architekten aus mehreren Epochen zusammen.

Das Herzstück der Tagungsstätte ist der historische Kuppelsaal aus dem Jahre 1915. Entworfen von den Architekten Paul Bonatz und Friedrich Eugen Scholer, finden 3.642 Gäste in dem prächtigen Saal Platz. Außerdem gehören der Beethovensaal, die Eilenriedehalle, die Glashalle, die Niedersachsenhalle, mehr als 30 moderne Konferenzräume und ein Hotel zu dem Komplex.

Insgesamt verteilen sich rund 15.000 Sitzplätze in der Tagungsstätte. Direkt an das Kongresszentrum grenzt der Stadtpark Hannovers an und lädt zu einem erholsamen Spaziergang nach anstrengenden Sitzungen ein. Obwohl das HCC schon auf eine lange Geschichte zurückblickt, gilt es übrigens als eine der komfortabelsten Konferenzstätten Europas mit modernster Kongresstechnik auf höchstem Niveau. 

 

Harpa

2011 entstand in Islands Hauptstadt Reykjavik ein hochmodernes Konferenzzentrum. Das Gebäude wurde als Gemeinschaftsprojekt von den Architekturbüros Batteriid aus Island und Henning Larsen aus Dänemark entworfen und gebaut. Optisch gleicht das Bauwerk einer Skulptur, die aus zwei schrägen, ineinander geschobenen Quadern zu bestehen scheint.

Neben der Form kennzeichnet sich das Gebäude durch die besondere Fassade. Diese setzt sich aus unzähligen sechseckigen Glasmodulen zusammen, die in einem Stahlrahmen angeordnet sind. Dadurch ergibt sich eine dreidimensionale, wabenähnliche Struktur.

Das Licht wird daran zu allen Seiten hin reflektiert, so dass es wirkt, als würde das Gebäude wie ein riesiger Spiegel schimmern und glänzen. An der Gestaltung der Fassade war der Künstler Olafur Eliasson beteiligt. Das Kongress- und Konzertzentrum bietet einen großen Saal mit 1.800 Sitzplätzen, drei kleinere Säle und natürlich eine Kongresstechnik auf neuestem Stand.

 

Heydar Aliyev Centre

Zu den Markenzeichen des renommierten Londoner Architekturbüros Zaha Hadid Architects gehören geschwungene, organisch fließende Formen. Diese charakteristische Architektur prägt auch das 2012 entstandene Heydar Aliyev Centre in Aserbaidschans Hauptstadt Baku.

Das auffällige Gebäude scheint sich wellenförmig in die Landschaft auszubreiten und erinnert optisch an Lava, die fließt und dabei allmählich erkaltet. In dem gesamten Gebäude gibt es weder außen noch innen gerade Kanten oder rechte Winkel. Das Grundgerüst des Bauwerks bildet eine Stahlkonstruktion, die Fassade ist mit speziellen Stahlelementen verkleidet.

Das Kongresszentrum bietet, verteilt über eine Fläche von 60.000 Quadratmetern, drei Konferenzsäle, eine Bibliothek und ein Museum.

 

Konferenzzentrum Dalian

Das Konferenzzentrum im chinesischen Dalian wurde vom Wiener Architekturbüro Coop Himmerb(l)au unter der Leitung von Wolf D. Prix entworfen. Optisch erinnert das avantgardistische Gebäude an eine Muschel, die sanft über der Erde zu schweben scheint, oder auch an ein Ufo. Ein Grund hierfür ist die Form des Gebäudes.

Ein anderer Grund ist die Fassade, die komplett mit eloxiertem Aluminium verkleidet ist. Das topmoderne Zentrum ist als eine kleine Stadt in der Stadt konzipiert. Auf einer Fläche von gut 100.000 Quadratmetern finden sich zahlreiche Konferenz- und Tagungsräume, ein Ausstellungszentrum für 2.500 Besucher und ein Operhaus, das 1.800 Gästen Platz bietet.

Alle Räume des Gebäudes sind mit einem lichtdurchlässigen Dach ausgestattet, so dass natürliches Tageslicht ins Innere fällt.    

 

Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt

Ein Kongress- und Tagungszentrum muss keineswegs immer ein großer und topmoderner Neubau mit außergewöhnlichen Fassadenmaterialien sein. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass es auch anders geht, ist das Kultur- und Kongresszentrum im österreichischen Eisenstadt.

Hier wurde das alte, bestehende Kongresszentrum saniert und durch einen Anbau erweitert. Eine perforierte Stahlfassade verbindet die beiden Gebäudeteile optisch miteinander und sorgt für ein einheitliches Gesamtbild.

Der Entwurf zu dem 2012 eröffneten Kongresszentrum stammt vom Architekturbüro Pichler & Traupmann. Neben Konferenzsälen für 1.000 Besucher finden sich diverse Tagungsräume, Cateringflächen und ein Festsaal in dem Kongresszentrum. Im Erdgeschoss ist eine große Ausstellungsfläche untergebracht und der Außenbereich verwandelt sich im Sommer zu einem Open-Air-Hörsaal. 

 

Qatar National Convention Centre

Das Qatar National Convention Centre, kurz QNCC, ist 2011 als Gemeinschaftsprojekt von RHWL Architects und dem japanischen Architekten Arata Isozaki entstanden.

Das größte Messezentrum im Mittleren Osten ist mit einer Fassade ausgestattet, die der natürlich gewachsenen Struktur eines Baumes gleicht. Da es scheint, als würde der gigantische Baum mit einer Spannweite von stolzen 250 Metern das Dach tragen, wird das imposante Bauwerk auch Sida Tree genannt. In dem Gebäudekomplex im Emirat Katar sind ein riesiger Konferenzsaal, ein Theater mit 2.500 Sitzplätzen, zehn Veranstaltungsräume, 52 Tagungsräume und eine 40.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle untergebracht.

Auf dem Dach ist eine Solaranlage installiert, die das Gebäude mit selbsterzeugtem Strom versorgt. Die integrierte Lüftungsanlage und die LED-Beleuchtung in dem Gebäude senken den Energieverbrauch zusätzlich.

Diese umweltfreundliche und energiesparende Bauweise des Kongresszentrums hat dem Gebäude eine Auszeichnung mit dem internationalen Bau-Umweltzertifikat Leed Gold eingebracht. Im Dezember 2012 wurde hier auch die UN-Klima-Konferenz abgehalten.

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