Die wichtigsten Tipps und Regeln als neuer Chef

Projekt Führungsetage:

die wichtigsten Tipps

und Regeln als neuer Chef 

Sehr viele Mitarbeiter arbeiten konsequent auf eine Beförderung hin und setzen sich das große Ziel, irgendwann einmal vom einfachen Mitarbeiter zur Führungskraft aufzusteigen.  

Wird der langersehnte und hart erarbeitete Traum dann aber Wirklichkeit, gestaltet sich der Wechsel aus der Riege der Mitarbeiter in die Chefetage in vielen Fällen deutlich schwieriger als gedacht. 

Das Verhalten, das als Mitarbeiter regelmäßig Pluspunkte einbrachte, erweist sich in der Position als Chef plötzlich als weniger vorteilhaft und die ehemaligen Kollegen, die früher immer für einen Spaß zu haben waren, sind auf einmal deutlich distanzierter. Wer das Projekt Führungsetage erfolgreich meistern möchte, sollte sich auf seinen Wechsel systematisch vorbereiten.  

Worauf es dabei ankommt, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Tipps und Regeln als neuer Chef:

 

Die neue Rolle verstehen 

Natürlich ist es nicht ganz einfach, nach einer mitunter jahrelangen Tätigkeit als Fachkraft plötzlich in eine Führungsrolle zu schlüpfen und alle bisherigen Gewohnheiten von heute auf morgen abzulegen. Ein Mitarbeiter erledigt die Aufgaben, die ihm zugewiesen werden und kann es sich eher selten erlauben, eine Arbeit abzulehnen.  

Von ihm werden Sorgfalt, Präzision und vor allem als langjähriger Mitarbeiter Kompetenz und Fachwissen erwartet. Steigt dieser Mitarbeiter nun aber in die Führungsetage auf, wird er mit anderen Maßstäben gemessen und es werden andere Anforderungen an ihn gestellt.

Jetzt gehört es zu seinen Aufgaben, die Arbeiten zu delegieren, die Mitarbeiter ihrem Fachwissen entsprechend einzusetzen und die ihm unterstellten Mitarbeiter zu führen, also die Strategie festzulegen und deren Umsetzung sicherzustellen.  

Sehr wichtig und ein Schlüssel für einen erfolgreichen Wechsel ist daher, dass der neue Chef seine neue Rolle erkennt und versteht. Er muss lernen, nicht mehr als Fachkraft zu handeln, sondern als Führungsperson zu entscheiden.

Hierzu gehört dann auch, einen Führungsstil zu entwickeln. Hat jemand keinerlei Führungserfahrung, kann er zwar auf Fachliteratur zurückgreifen und sich Wissen über die vielen unterschiedlichen Führungstypen, Führungsstile und Führungsinstrumente aneignen.  

Effektiver ist aber meist, sich an einem Vorbild zu orientieren. Dabei geht es nicht darum, einen ehemaligen Vorgesetzen möglichst detailgetreu zu kopieren, sondern zu überlegen, welche Aspekte seines Führungsstil besonders gut waren und übernommen werden sollten und welche Aspekte der Mitarbeiter als Chef anders machen möchte. 

 

Die Führungsposition

nach außen hin verkörpern 

Hat der neue Chef seine Rolle verstanden und verinnerlicht, geht es als nächstes darum, diese Rolle auch nach außen hin zu verkörpern. Das kann vor allem dann zu einer echten Herausforderung werden, wenn der Mitarbeiter der neue Chef seiner bisherigen Kollegen wird.

Dies kann nämlich drei recht typische Reaktionen hervorrufen. Zum einen kann es sein, dass die ehemaligen Kollegen den neuen Chef nicht so wirklich ernst nehmen, denn in ihren Köpfen ist er eher noch einer von ihnen. 

Zum anderen ist möglich, dass sie seine Anweisungen in Frage stellen und gerne mal darauf verweisen, dass er doch selbst weiß, wie es läuft, was machbar ist und was nicht. Die dritte Reaktion kann so aussehen, dass die ehemaligen Kollegen skeptisch und distanziert reagieren, denn als Chef gehört er jetzt ja zu den anderen.

Für den neuen Chef bedeutet das, dass er sich als neuer Chef positionieren und behaupten muss, ohne dabei aber gleich den großen Chef raushängen zu lassen.  

Ein guter und bewährter Weg dabei sind Einzelgespräche, in denen Chef und Mitarbeiter die Erwartungshaltung und die Ziele definieren und für klare Verhältnisse sorgen können.

Zudem sollte der neue Chef darauf achten, dass ihm ein Fehler, den sehr viele Führungspersonen vor allem zu Beginn machen, nicht unterläuft. Dieser Fehler besteht darin, dass Führungspersonen von einem Meeting zum nächsten hetzen und unzählige Organisationsaufgaben übernehmen, dabei aber vergessen, dass das Führen ihrer Mitarbeiter ihre eigentliche Hauptaufgabe ist.  

Zum Führen gehört aber nicht nur, Aufgaben zu verteilen und Anweisungen zu geben, sondern auch Ansprechpartner zu sein, bei Fragen, Anregungen und Ideen genauso wie bei Kritik. 

 

Glaubwürdigkeit und

Zuverlässigkeit demonstrieren 

Natürlich kann jeder seine Haltung ändern und selbstverständlich kann sich eine Entscheidung oder Anweisung im Nachhinein als falsch herausstellen und eine Korrektur erforderlich machen. In diesem Fall ist aber sehr wichtig, die Richtungsänderung nachvollziehbar zu begründen. 

Andernfalls wirkt der Chef schnell recht unglaubwürdig und weniger wie eine Führungsperson mit Strategie, sondern vielmehr wie jemand, der nicht weiß, was er eigentlich möchte. Zudem müssen sich Mitarbeiter auf die Aussagen ihres Chefs verlassen können, sowohl was die Arbeit im Allgemeinen als auch was die individuellen Ziele und Zusagen betrifft.  

 

Lob aussprechen

und Kritik üben 

Keine Führungskraft wird langfristig umgehen können, Kritik zu üben. Das sollte sie auch nicht versuchen, denn Kritik ist wichtig, um künftig ähnliche Fehler zu vermeiden und die definierten Maßstäbe zu erreichen.

Allerdings macht Kritik nur dann Sinn, wenn es sich um konstruktive Kritik handelt. Es bringt überhaupt nichts, einen Mitarbeiter vor versammelter Mannschaft anzuschreien und ihm zu erklären, wie unfähig er doch ist.  

Wesentlicher effektiver ist, dem jeweiligen Mitarbeiter in einem Einzelgespräch zu schildern, was nicht optimal gelaufen ist. Dabei geht es bei konstruktiver Kritik aber nicht nur darum, die beobachteten Fehler und mögliche Konsequenzen daraus zu erklären, sondern auch aufzuzeigen, wie solche Fehler künftig vermieden werden können.  

Der Mitarbeiter sollte sich also nicht in die Rolle des Sündenbocks gedrängt fühlen, denn damit ist keinem geholfen. Der Mitarbeiter sollte vielmehr wissen, dass er auf Unterstützung zählen kann, damit es in Zukunft besser läuft. Was für Kritik gilt, gilt gleichermaßen aber auch für Lob. Während Chefs sehr gerne zur Sprache bringen, was nicht so gut läuft und wo Fehler passiert sind, sind sie deutlich zurückhaltender, wenn es darum geht, Erfolge zu loben und Fortschritte anzuerkennen.  

Gerade diese Rückmeldungen sind für Mitarbeiter aber sehr wichtig und ganz nebenbei überaus motivierend. 

Weiterführende Ratgeber, Anleitungen und Tipps für das Projektmanagement: 

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