Die häufigsten Fehler beim Projekt-Management

Projekt-Management:

die häufigsten Fehler auf einen Blick 

Wer als Manager ein Projekt, eine Firma oder ein Unternehmen leitet, hat es letztlich selbst in der Hand, ob es zu Erfolgen oder zu Misserfolgen kommt. Dabei gibt es gerade im Bereich des Managements aber ein recht erstaunliches Phänomen.

Natürlich möchte jeder Projektleier und jeder Firmenchef möglichst erfolgreich agieren, wenn er aber Fehler macht, sind die Konsequenzen für ihn selbst oft nicht ganz so gravierend. Üblicherweise verliert er zwar seinen Posten, der Abschied wird ihm aber mit einer stattlichen Abfindung versüßt.

Die Mitarbeiter, die in der Firma zurückbleiben, haben da schon deutlich schlechtere Karten. Sie sind letztlich diejenigen, die die Fehler ausbügeln müssen, nicht selten in Form von Mehrarbeit, Lohnkürzungen oder Entlassungen.

Natürlich haben nicht alle Managementfehler verheerende Folgen und selbstverständlich sorgen nicht alle Fehler für bundesweite Schlagzeilen. Oft sind es gerade die kleineren Fehler, die sich unauffällig einschleichen, sich aber spürbar vor allem auf kleinere und mittlere Projekte und Unternehmen auswirken.

 

Hier die häufigsten Fehler bei dem
Projekt-Management auf einen Blick:   

 

Mitarbeiter und Kunden

aus den Augen verlieren. 

Ob eine Geschäftsidee funktioniert, wie ein Projekt ankommt, welche Rückmeldungen es gibt und welche Punkte noch verbessert werden müssen, wissen die Mitarbeiter am besten. Gerade die Mitarbeiter werden aber nur in Ausnahmefällen zu Rate gezogen, wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen, Termine zuzusagen oder neue Konzepte einzuführen.  

Viel wichtiger ist zudem vielfach die Meinung von externen Beratern, die zwar zweifelsohne oft gute Ideen haben, aber in den wenigsten Fällen ein Unternehmen oder ein Projekt in allen seinen Facetten kennen und wissen, wie die Mitarbeiter und die Kunden ticken. Ein erfolgreiches Management kennzeichnet sich durch Kommunikation.  

Natürlich muss nicht jeder Mitarbeiter bei jeder Entscheidung nach seiner Meinung gefragt werden und natürlich ist es die Aufgabe des Managements, ein Unternehmen oder ein Projekt zu leiten und zu steuern. Absprachen im Vorfeld sind aber wichtig und unabdingbar, um weder die Mitarbeiter noch die Kunden aus den Augen zu verlieren.  

 

Auf einem Konzept beharren. 

Viele Manager haben die besondere Gabe, alles Negative so zu interpretieren, dass es am Ende positiv erscheint. So werden Probleme wegdiskutiert, negative Feedbacks mit anfänglicher Skepsis und Startschwierigkeiten begründet und Produktions- oder Lieferengpässe ignoriert.  

Die zugesagten Termine werden ebenso wenig in Frage gestellt oder gar revidiert wie das Konzept als solches. Auf Dauer kann dies aber nicht gut gehen und zu den Aufgaben des Managements gehört es auch, die Fortschritte regelmäßig zu kontrollieren.

Treten Unstimmigkeiten auf und zeigt sich, dass der Projektplan nicht wie geplant umgesetzt werden kann, sind frühzeitige Anpassungen notwendig. Erfolgt dies nicht oder nimmt das Management die Kritik und die Bedenken anderer nicht ernst, droht aber noch ein weiterer Effekt.  

Die Mitarbeiter werde früher oder später nämlich dazu übergehen, dem Management nur noch das mitzuteilen, was es gerne hören möchte, aber nicht das, was tatsächlich der Fall ist.  

 

Das Projektteam austauschen

oder Mitarbeiter entlassen. 

Stellen sich die gewünschten Erfolge nicht ein, greifen viele Manager zu einer vermeintlich einfachen Lösung. Sie tauschen nämlich einfach das Projektteam aus oder entlassen Mitarbeiter, um auf diese Weise Kosten einzusparen. Kosteneinsparungen durch Mitarbeiterentlassungen funktionieren aber nur in den wenigsten Fällen, denn an dem Geschäftsmodell und an der Situation am Markt ändert sich dadurch nichts.  

Der Effekt ist vielmehr, dass das Wissen und Können der erfahrenen Mitarbeiter verloren geht und die Probleme in der Folge oft nur noch größer werden. Gleiches gilt für den Austausch des Projektteams. 

Die sehr viel effektivere Lösung besteht darin, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, und zwar angefangen beim Konzept als solches.

 

Worte und Taten

widersprechen sich. 

Manager werden oft weniger an ihren Worten, sondern vielmehr an ihren Taten gemessen. Dies erklärt sich damit, dass es immer wieder deutliche Widersprüche zwischen dem gibt, was Manager sagen, und dem, was sie dann tun.  

Mitarbeiter werden beispielsweise regelmäßig dazu aufgefordert, ihre Ideen einzubringen und auch ihre Bedenken zu äußern. Unterbreitet ein Mitarbeiter aber neue Ideen, werden die Vorschläge oft nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis genommen oder mit dem Verweis auf Bewährtes abgelehnt.

Ein anderes Beispiel ist, dass Mitarbeiter darüber informiert werden, dass die Zeiten schwierig sind und der Gürtel deshalb etwas enger geschnallt werden muss, indem beispielsweise Überstunden anfallen oder Lohnerhöhungen nicht möglich sind.  

Gleichzeitig wird der Vorstand aber mit neuen Luxuslimousinen ausgestattet und natürlich werden auch die Bonuszahlungen nicht gestrichen. Dies führt dazu, dass das Management an Glaubwürdigkeit verliert und der Graben zwischen denen da oben und denen da unten zunehmend größer wird.  

Für die Praxis bedeutet das, dass das Management keine leeren Versprechungen machen, sondern tatsächlich bereit sein sollte, beim Wort genommen zu werden. 

Weiterführende Projektarbeiten, Checklisten und Ratgeber: 

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